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14.08.2026, 09:19 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Plastics Industry Association: US-Automarkt bleibt wichtiger Wachstumsmarkt für Kunststoffindustrie

„Plastics“ sieht robuste Nachfrage und Chancen für Kunststoffverarbeiter – Zölle und mögliche Produktionsverlagerungen könnten zusätzliche Impulse bringen

Der US-Automobilmarkt bleibt trotz wirtschaftlicher und handelspolitischer Unsicherheiten ein bedeutender Absatzmarkt für die Kunststoffindustrie. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Plastics Industry Association („Plastics“). Der Verband sieht insbesondere für Kunststoffverarbeiter, Werkzeugbauer sowie Anbieter von Rohstoffen und Maschinen weiterhin gute Geschäftschancen im Automotive-Sektor.

Kunststoffe spielen im Fahrzeugbau eine zentrale Rolle. Nach Angaben von „Plastics“ besteht mehr als ein Drittel der rund 30.000 Teile eines durchschnittlichen Pkw oder leichten Nutzfahrzeugs aus Kunststoff. Der Wert der in US-Automobilen und leichten Nutzfahrzeugen eingesetzten Kunststoffe belief sich 2024 auf rund 24,9 Milliarden US-Dollar.

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Nachfrage zeigt sich widerstandsfähig
Die wirtschaftliche Analyse des Verbandes verweist auf eine weiterhin robuste Nachfrage nach Fahrzeugen und eine vergleichsweise stabile Produktion. Trotz Unsicherheiten bei Zöllen, Lieferketten und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bleibt der Automobilsektor damit ein wichtiger Abnehmer für die US-Kunststoffindustrie.

Für Kunststoffverarbeiter ist die Entwicklung besonders relevant, da moderne Fahrzeuge eine Vielzahl von Kunststoffanwendungen umfassen – von Innenraum- und Karosseriekomponenten über technische Bauteile bis hin zu elektrischen und elektronischen Anwendungen.

Zölle könnten US-Produktion stärken
„Plastics“ sieht zugleich mögliche Chancen durch Veränderungen im internationalen Handel. Höhere Zölle auf Fahrzeuge und Fahrzeugteile könnten dazu führen, dass Hersteller ihre Beschaffungs- und Produktionsstrategien überdenken und mehr Komponenten in den USA fertigen lassen.

Nach Einschätzung von „Plastics“-Chefökonom Dr. Perc Pineda könnte ein solches Reshoring zusätzliche Nachfrage nach Spritzguss, Werkzeug- und Formenbau, Kunststoffgranulaten, Additiven und Verarbeitungsmaschinen auslösen. Insbesondere bei Bauteilen, die Kunststoffe mit anderen Materialien kombinieren, könnten US-Verarbeiter Marktanteile gewinnen.

Automotive bleibt strategischer Absatzmarkt
Die Entwicklung des US-Automobilmarktes bleibt damit ein wichtiger Konjunkturindikator für die Kunststoffindustrie. Neben der Fahrzeugnachfrage dürften künftig insbesondere Leichtbau, Elektrifizierung und neue Materialkonzepte die Nachfrage nach technischen Kunststoffen beeinflussen.

Für Kunststoffverarbeiter und Compoundeure bietet der Automotive-Bereich daher weiterhin erhebliche Absatzmöglichkeiten. Gleichzeitig bleiben Kostenentwicklung, Handelskonflikte, Energiepreise und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Produktion wichtige Risikofaktoren.

Weitere Informationen: www.plasticsindustry.org

Plastics Industry Association (Plastics), Washington, DC, USA

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