| 23.07.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Auswirkungen der hohen Rohstoffpreise und des steigenden Dollarkurses haben so gut wie allen Sparten der österreichischen Chemieindustrie zu schaffen gemacht. Ab dem 3. Quartal 2007 kühlte sich die Konjunktur so stark ab, dass sich das Produktionswachstum in den meisten Sektoren fast halbierte. Dass am Ende überhaupt noch ein Plus von rund 4,4% erreicht wurde, lag an den traditionellen Branchenschwergewichten Pharmazie und Kunststoff sowie an den Exporten, die trotz zunehmend ungünstigem Wechselkurs weiter gute Ergebnisse lieferten. Die chemische Industrie war 2007 in Österreich mit einer abgesetzten Produktion von rund 13,3 Mrd. Euro und einem Anteil am BIP von 10,4% der zweitgrößte Industriebereich. Etwa 41.700 Beschäftigte arbeiteten in 283 meist mittelständischen Betrieben. Die Kunststoffproduktion machte etwa 40,9% des Branchenoutputs aus, Pharmazeutika folgten mit 13,7%, vor Chemikalien (12,3%), Chemiefasern (4,9%), Kosmetika (3,9%), Farben und Lacken (3,7%), Kautschuk (3,6%) sowie Agrochemikalien (2,7%). Zu den größten Chemiestandorten zählt der Industriepark Linz, in dem insgesamt 30 Unternehmen angesiedelt sind. Darunter befinden sich Konzerne wie die AMI Agrolinz Melamin International, DSM Fine Chemicals Austria, Borealis Polyolefine und Roche Austria. Borealis (www.borealisgroup.com) begann 2007 in Linz den Ausbau seines Innovationszentrums. Investitionen von über 30 Mio. Euro sollen den Standort zum Knotenpunkt der internationalen Forschungsaktivitäten des Konzerns machen. Nach Angaben von Aufsichtsratschef Gerhard Roiss bietet Oberösterreich besonders günstige Rahmenbedingungen für die Kunststoffproduktion. Der Hauptsitz soll bis 2009 fertiggestellt sein. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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