| 19.07.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In einer ersten Bewertung des 15. Hauptgutachtens der Monopolkommission sieht der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse, www.bvse.de) eine gute Perspektive für die weitere Entwicklung der Kreislaufwirtschaft in Deutschland. So ist es nach Ansicht von bvse-Hauptgeschäftsführer Hans-Günter Fischer bedeutsam, dass die Monopolkommission die Haltung seines Verbandes unterstützt, dass die DSD AG (www.gruener-punkt.de) im Bereich der PPK-Verpackungen Vertragsverhandlungen mit den Entsorgern vor Ort führen soll. Der bvse machte in seiner Stellungnahme jedoch deutlich, dass die mittelständischen Recycling- und Entsorgungsunternehmen in Deutschland zwar für einen lebendigen Wettbewerb zwischen der DSD AG und anderen Systemen eintreten, jedoch "nicht um den Preis eines ökologischen Rückschritts". Fischer wies darauf hin, dass beispielsweise im Bereich der haushaltsnah erfassten Kunststoffabfälle momentan erheblich geringere Mengen einer Verwertung zugeführt werden als noch vor einem Jahr. Der bvse gebe einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kommunen den Vorzug vor einer Total-Liberalisierung. "Wir brauchen eine vernünftige Aufgabenteilung", so Fischer. Er plädierte dafür, dass die Entsorgung der Gewerbeabfälle privatisiert, jedoch die Entsorgung der privaten Haushalte unter der Regie der Kommunen erfolgen solle. Fischer erklärte, dass in den Gesprächen, die der bvse in jüngster Zeit mit einer Reihe von wichtigen kommunalen Funktionsträgern und hochrangigen Länder-Vertretern geführt habe, dieses Modell immer mehr Anhänger finde. Weiterhin unterstützte der bvse in diesem Zusammenhang auch die Forderung der Monopolkommission, dass die Entsorgung der Haushaltsabfälle von den entsorgungspflichtigen kommunalen Körperschaften im Wege einer Ausschreibung vergeben werden sollte. Fischer: "Dieser Wettbewerb um den Markt ist sowohl unter dem Aspekt der Entsorgungssicherheit als auch unter dem Aspekt der Verbraucherfreundlichkeit und der Preistransparenz der bessere Weg." |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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