| 23.10.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die PARAT Schönenbach GmbH + Co. KG hat aktuell in einer Betriebsversammlung die Belegschaft in Neureichenau und Remscheid darüber informiert, dass das Unternehmen eine Sanierung im Zuge eines Planverfahren beabsichtigt. Insolvenzen wichtiger Kunden, wie zum Beispiel der KNAUS TABBERT GROUP, EDSCHA und KARMANN, sowie massive Umsatzeinbrüche in allen Geschäftsbereichen (Cabrio-Dachsysteme, Caravan- und Nutzfahrzeugbereich, Taschen- und Kofferfertigung) haben zu dieser Maßnahme geführt. Über Wochen und Monate hatte die Geschäftsführung in intensiven Gesprächen mit den Finanzierungspartnern versucht, wichtige Kreditlinien zu verlängern und zusätzliche, dringend benötigte Liquidität zu erhalten, um die Krise zu überwinden. Bei den Gesprächen, an denen auch Vertreter der Landesregierung und der Regierung von Niederbayern eingebunden waren, konnten zwar positive Ansätze gefunden werden, die Rettungsbemühungen blieben jedoch letztendlich ohne Ergebnis, trotz einer in Aussicht gestellten Landesbürgschaft. Mit dem Einleiten eines geordneten Planverfahrens als Instrument einer gerichtlichen Sanierung beabsichtigt die Geschäftsführung von PARAT den Sanierungs- und Restrukturierungsprozess fortzusetzen und strebt die Reorganisation in Eigenverantwortung an. Bei diesem Verfahren führt das Management des Unternehmens die Geschäfte unter Aufsicht eines vom Gericht bestellten Insolvenzverwalters weiter. In der Pressekonferenz stellte die Geschäftsführung heraus, dass es oberste Priorität sei, auch zukünftig alle Kundenaufträge zu produzieren und damit zu gewährleisten, dass der Geschäftsbetrieb ohne größere Reibungsverluste aufrecht erhalten werden kann. Ziel sei es, durch das geordnete Planverfahren die Reorganisation bis spätestens Mitte 2010 weitgehend abzuschließen. Es sei zwar notwendig, tiefgreifende, strukturelle Veränderungen einzuleiten, die jedoch die Chance bieten, das Unternehmen wettbewerbsfähig für die Zukunft aufzustellen. Die Unternehmensführung betonte, dass gerade in den letzten drei Jahren in eine hochmoderne technische Ausstattung umfangreich investiert wurde und PARAT über leistungsfähige, gut ausgebildete Mitarbeiter verfügt und seit nahezu 50 Jahren einer der größten und bedeutendsten Arbeitgeber im Landkreis Freyung-Grafenau ist. Das Unternehmen beschäftigt derzeit in Deutschland 378 Mitarbeiter an zwei Standorten, davon 335 in Neureichenau und 43 in Remscheid. Die Firma ist wichtiger Ausbildungsbetrieb, sie beschäftigt derzeit 39 Azubis in acht verschiedenen Ausbildungsberufen. Weitere Informationen: www.parat-automotive.de |
PARAT Schönenbach GmbH + Co. KG, Neureichenau
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