| 16.02.2026, 11:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Unternehmensbereich Intermediates der BASF erhöht schrittweise die Produktionsmengen von 1,4-Butandiol (BDO) am Standort Ludwigshafen. Ziel ist es, die Versorgung europäischer Kunden entlang der BDO-Wertschöpfungskette angesichts veränderter Marktbedingungen zu stabilisieren. Hintergrund ist die Vorabmitteilung der Europäischen Kommission vom 8. Januar 2026, wonach Importe von BDO aus China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten mit vorläufigen Antidumpingzöllen belegt werden sollen. Die Maßnahme folgt auf die Feststellung erheblicher Dumping- und Schädigungsmargen. Vor diesem regulatorischen Kontext baut BASF ihre regionale Produktionsbasis aus, um die Lieferfähigkeit in Europa sicherzustellen. Die Produktionsausweitung in Ludwigshafen stützt sich auf die integrierte Verbundstruktur des Standorts, die die gesamte Acetylen-Wertschöpfungskette umfasst. Mit der höheren BDO-Produktion steigt zugleich die Verfügbarkeit wichtiger Derivate wie Tetrahydrofuran (THF), Polytetrahydrofuran („PolyTHF“) und N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP). Diese Produkte finden unter anderem Anwendung in der Herstellung von Polymeren, Lösungsmitteln, Elastomeren und Hochleistungsmaterialien. Die Maßnahme soll die Produktionsplanung in nachgelagerten Industrien unterstützen und die Resilienz zentraler Wertschöpfungsketten stärken. Nach Unternehmensangaben ist die Fokussierung auf den Standort Ludwigshafen Teil einer langfristig ausgerichteten Strategie für den europäischen BDO- und Derivatemarkt. Die Stärkung regionaler Produktionskapazitäten gewinnt vor dem Hintergrund globaler Marktverschiebungen und einer zunehmenden Regionalisierung an Bedeutung. Parallel dazu erweitert BASF im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie ihr Angebot an biomassenbilanzierten (BMB) Varianten von BDO, THF und „PolyTHF“. Diese Produkte basieren anteilig auf erneuerbaren Rohstoffen und tragen zur Reduzierung des Product Carbon Footprint (PCF) bei. Durch die Produktion am integrierten Standort Ludwigshafen sollen zudem Transportwege verkürzt und Verbundeffekte genutzt werden, was ebenfalls zur Senkung des CO₂-Fußabdrucks beitragen kann. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen an Lösungen, die verstärkt erneuerbare Energien und Rohstoffe einbeziehen. BDO ist ein zentrales Zwischenprodukt für zahlreiche Industriezweige, darunter Polymere, Textilien, Automobilanwendungen, Pharmazeutika und Konsumgüter. BASF betreibt BDO-Produktionsanlagen in Ludwigshafen (Deutschland) und Geismar (Louisiana, USA) und zählt zu den internationalen Herstellern von BDO und seinen Derivaten. Weitere Informationen: |
BASF SE, Ludwigshafen
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