| 16.03.2026, 15:10 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Brenntag hat die Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und zugleich eine Beschleunigung seiner Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt. Hintergrund ist ein weiterhin herausforderndes makroökonomisches Umfeld mit gedämpfter Nachfrage, Preisdruck und zurückhaltender industrieller Aktivität. Der weltweit tätige Chemikalien- und Inhaltsstoffdistributor erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,2 Mrd. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Der operative Rohertrag lag bei 3,8 Mrd. EUR (-1,9 %), das operative EBITDA bei 1,29 Mrd. EUR (-8,6 %) und das operative EBITA bei 929 Mio. EUR (-12,6 %). Damit lag das Ergebnis leicht unter dem unteren Ende der im Juli 2025 veröffentlichten Prognose. Trotz der Marktschwäche verbesserte Brenntag die Bruttomarge von 24,8 % auf 25,3 %. Der Free Cashflow stieg auf 941 Mio. EUR (+5,4 %). Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf ein diszipliniertes Working-Capital-Management sowie eine strukturell verbesserte Cash-Generierung zurück. Im Rahmen des beschleunigten Kostensenkungsprogramms realisierte Brenntag im Jahr 2025 Einsparungen von 165 Mio. EUR. Das Unternehmen hält damit an seinem Ziel fest, bis 2027 jährliche Kosteneinsparungen von 300 Mio. EUR zu erreichen. Darüber hinaus sollen zusätzliche Einsparungen von 200 bis 250 Mio. EUR gegenüber der Kostenbasis des Jahres 2025 umgesetzt werden. Die Geschäftsbereiche entwickelten sich im schwierigen Marktumfeld unterschiedlich. Brenntag Essentials erzielte einen operativen Rohertrag von 2.733 Mio. EUR (-1,2 %), während Brenntag Specialties auf 1.098 Mio. EUR (-3,6 %) kam. Beide Divisionen konnten ihre Bruttomargen jeweils um 0,5 Prozentpunkte steigern. Während die Nachfrage in Nordamerika, Europa und Asien weiterhin schwach blieb, verzeichnete Brenntag Essentials in Lateinamerika eine positive Mengenentwicklung. Im Bereich Fusionen und Übernahmen investierte Brenntag 2025 insgesamt 260 Mio. EUR. Zu den wichtigsten Transaktionen zählen die Übernahmen von Chem Tech in den USA sowie Airedale im Vereinigten Königreich. Beide Akquisitionen sollen die Marktposition der Divisionen Brenntag Essentials und Brenntag Specialties in ihren Kernmärkten stärken. Auch im Bereich Nachhaltigkeit meldete das Unternehmen Fortschritte. Brenntag erreichte seine an der „Science Based Targets initiative“ ausgerichteten Emissionsziele und meldete eine vollständige Nachhaltigkeitsklassifizierung seines Produktportfolios. Zudem eröffnete das Unternehmen in Traun seinen ersten CO₂-freien Standort. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 20. Mai 2026 eine Dividende von 1,90 EUR je Aktie vorschlagen, nach 2,10 EUR im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie lag 2025 bei 1,83 EUR gegenüber 3,71 EUR im Jahr 2024. Der Rückgang ist unter anderem auf das schwache Marktumfeld sowie nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen und weitere Sondereffekte zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Brenntag angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit ein operatives EBITDA zwischen 1.150 Mio. EUR und 1.350 Mio. EUR. Die Prognose berücksichtigt ein weiterhin volatiles makroökonomisches Umfeld, geopolitische Spannungen, Zollunsicherheiten, eine schwache Industrieproduktion sowie mögliche Wechselkurseffekte. Potenzielle Auswirkungen aktueller geopolitischer Entwicklungen im Nahen Osten sind in der Prognose noch nicht enthalten. Parallel zur operativen Umsetzung arbeitet Brenntag an einer strategischen Neuausrichtung. Eine aktualisierte Unternehmensstrategie soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorgestellt werden. Weitere Informationen: www.brenntag.com |
Brenntag AG, Essen
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