| 08.03.2013, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Einsatz von Kunststoffen in der Medizintechnik verlangt vom Verarbeiter vor dem eigentlichen Spritzgießprozess schon jede Menge Erfahrung und Know-how. Denn die richtige Materialauswahl entscheidet darüber, ob das fertige Produkt den gewünschten technischen Anforderungen entspricht. Bei der Aufgabe, einen Adapter für einen Infusionspumpenschlauch in Serie zu produzieren, wäre mit Polyvinylchlorid (PVC) nicht die vom Kunden geforderte Härte erreicht worden. Polycarbonat (PC) schied aufgrund der schlechteren Verklebemöglichkeiten aus. Dass beide Werkstoffe die umstrittene Chemikalie Bisphenol A enthalten können, stellte sich als weiterer gravierender Nachteil dar. Umgangssprachlich wird auch gerne der Begriff Weichmacher für diese Substanz verwendet und steht im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein. Im Nachbarland Frankreich soll der Einsatz dieser Chemikalie bei Lebensmittelverpackungen ab 2015 verboten werden. Der Einsatz bei Babyflaschen ist auch in Deutschland bereits untersagt. Ein glykolmodifizierter Copolyester (PETG) erfüllte schließlich die Anforderungen. Die mit diesem Material gespritzten Produkte sind laut Verarbeiter frei von Bisphenol A, chemikalienbeständig und schlagzäh. Herausragend seien zudem die Transparenz des Materials und dessen Glanz. Eine gute Thermo- und Dimensionsstabilität, niedrige Schwindung und die Sterilisierbarkeit mit Gammastrahlen und Ethlenoxid (ETO) seien weitere Merkmale. Als weiterer Nutzen wird das einfache und sichere Verkleben des Materials angeführt. An zwei Anschlusspunkten wird demnach an den Adapter Schlauchmaterial eingeklebt, durch das später Citrat- und Calciumlösungen geleitet wird. Auch an diesen Stellen mussten die hohen Anforderungen an das Produkt erfüllt werden. Besonders die Zugfestigkeit sei entscheidend, um den sicheren Dialyseprozess zu gewährleisten. Das Werkzeug wurde laut Meding in wenigen Werktagen umgesetzt. Entsprechend der kostenoptimierten Vorkalkulation entschied man sich in Absprache mit dem Kunden für eine optimierte Werkzeuglösung mit Stammformen. Nach Freigabe vom Kunden wurde zeitnah mit der Serienfertigung begonnen. Weitere Informationen: www.meding.com |
Hugo Meding GmbH, Halver
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