| 22.11.2013, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
Das Korrigieren der Aktivteile in Werkzeugen nach der Erstbemusterung gehört zum Alltag des Werkzeugkonstrukteurs. Diesen Teil soll der Konstruktionsansatz in der Software VISI V20 beschleunigen. Mit dem Advanced Modelling Modul lassen sich laut Anbieter auch komplexe Artikel in kurzer Zeit geometrisch an den zu erwartenden oder tatsächlich gemessenen Verzug anpassen. Aber auch andere Aufgaben wie das spritzgießgerechte Anbringen komplexerer, featureübergreifender Formschrägenänderungen können so einfacher werden. Damit verliere das Worst-Case-Szenario, Vorhaltungen ins fertig konstruierte Werkzeug einbringen zu müssen, etwas von seinem Schrecken.Das Verformen bietet verschiedene Ansätze, um eine Änderung in ein Bauteil einzubringen. Im ersten Ansatz kann über eine einfache Grundverformung wie Strecken, Biegen oder Drehen ein Bauteil oder Bauteilbereiche einfach angepasst werden. Einen Schritt leistungsfähiger ist die „zielorientierte Verformung“, die mit Ausgangs- und Zielgeometrie arbeitet. Will der Konstrukteur beispielsweise eine aus Erfahrung bekannte Einfallsituation wie den Schuhschachteleffekt am Kunststoffteil kompensieren, kann er in die der Wölbung entgegengesetzten Richtung eine Kurvenstruktur wie Bögen oder Splines einzeichnen. Anschließend kann am Nominalmodell die ebene Ausgangsstruktur mit der Zielgeometrie zur Deckung gebracht werden und so der Artikel mit der entsprechenden Vorhaltung versehen werden. Zusätzlich können Zwangsbedingungen gesetzt werden, um die Übergänge tangenten-oder krümmungsstetig zu halten. Richtig gesetzte Zwangsbedingungen können auch verhindern, dass Wände wie Rippen und Dome in den Hinterschnitt wandern. Die zielorientierte Verformung sei flexibel und ermögliche vielfältige Verformungsmöglichkeiten. Der Anwender kann die Start- und Endbedingungen der Verformung frei bestimmen. Es ist möglich, eine Vielzahl an Ausgangs- und Zielgeometrien als Kombinationen von Kanten, Drahtgeometrie, Netz oder Punktewolken zu definieren, wobei Geometriebereiche auch fixierbar sind, um eine Verformung an diesen Stellen zu vermeiden. Ein neuer und noch in ständiger Weiterentwicklung befindlicher Ansatz ist die Modelländerung auf Basis von Messpunkten oder STL-Daten von Messmaschinen oder Computertomographen. Wird nach der Bemusterung ein Verzug festgestellt, der über die Maschinenparameter der Spritzmaschine nicht mehr korrigierbar ist, greift wieder das Advanced Modelling ein. Der STL-Datensatz wird über die STL-Schnittstelle in VISI eingelesen und mit dem nominalen Artikel zur Deckung gebracht. Nun werden relevante Punkte manuell über die Nominalgeometrie gespiegelt. Die Position am Artikel ist somit die Ausgangsgeometrie und die gespiegelten Punkte sind die Zielgeometrie. Alternativ kann als Grundlage auch ein STL-Verzugsmodell aus einer rheologischen Analyse herangezogen werden. Nach Anbringen der Korrektur am Artikel können dank hybridem Ansatz in VISI diese Strukturen über den sogenannten Bauteilvergleich mit der alten Artikel- und Trenngeometrie verglichen werden. Die abweichenden Flächen lassen sich automatisch ablösen und in den Werkzeugbereichen wie Einsätze und Schieber getauscht werden. Mit diesen Kompensationsmethoden sollen sich Modelle und Werkzeuge schnell ändern und die eine oder andere Korrekturschleife einsparen lassen. Weitere Informationen: www.mecadat.de EuroMold 2013, 3.-6.12.2013, Frankfurt am Main, Halle 8.0, Stand K70 |
Mecadat CAD/CAM Computersysteme GmbH, Langenbach
» insgesamt 9 News über "Mecadat" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
Infinex Group: Ausbau der Führungsstruktur - Erweiterung der Geschäftsleitung
Barnes-Molding-Solutions: Bündelung der Spritzgießkompetenzen unter neuem Namen „Spectrix“
Eko-Punkt: Übernahme der Recycling Dual GmbH von Smurfit Westrock in Planung
Meist gelesen, 10 Tage
Barnes-Molding-Solutions: Bündelung der Spritzgießkompetenzen unter neuem Namen „Spectrix“
Eko-Punkt: Übernahme der Recycling Dual GmbH von Smurfit Westrock in Planung
Agilyx: Mehrheitsbeteiligung an GreenDot Global
CHT Group: Hilfsmittel für die wässrige Reinigung von Kunststoffrezyklaten
Gneuss: Steigende Neuwarepreise und Rezyklatquoten erhöhen Bedarf an Retrofit-Lösungen
Grafe: Modernisierung des Technikums in Blankenhain - Drei neue Spritzgussmaschinen von Arburg
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Meist gelesen, 90 Tage
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Wittmann Battenfeld Deutschland: Staatspreis für Ausbildungsleistung
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|