| 12.03.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Eine besondere Eigenschaft des thermoplastischen Elastomers (TPE) Styroflex®, eines Styrol-Butadien-(SB)-Blockcopolymeren der BASF, ist seine Durchstoßfestigkeit. Folien aus dem transparenten Kunststoff sind in vielen verschiedenen Verpackungen zu finden. 20 Jahre Styrolux in Antwerpen Das SB-Blockcopolymer Styrolux® wurde großtechnisch vor etwa dreißig Jahren erstmals in Ludwigshafen produziert. 1990, knapp zehn Jahre später, entstand eine zweite Anlage in Antwerpen (Belgien), dann kam in Altamira (Mexico) eine weitere Produktionsstätte hinzu. Weltweit verfügt die BASF heute über eine Produktionskapazität von 110.000 Jahrestonnen. Der Kunststoff zeichnet sich durch Transparenz, Zähigkeit und Steifigkeit aus. Erklären lässt sich diese Eigenschaftskombination durch die Fähigkeit des Materials zur Selbstorganisation auf molekularer Ebene. Mit Standard-Polystyrol ist Styrolux sehr gut abzumischen und einfach zu verarbeiten. Es wird vorwiegend zu Folien extrudiert und zu einer Vielzahl von Formteilen tiefgezogen, findet aber auch im Spritzguss Anwendung. Zu den jüngsten Materialvarianten zählt das sehr transparente Styrolux 3G46, das zum Beispiel in hochwertigen Display-Verpackungen steckt. Styrolux HS 70 ist das neueste Produkt und wurde speziell für die Herstellung von Schrumpffolien entwickelt: Eine Schrumpffolie aus der Type HS 70 kehrt selbst bei sechsfacher Dehnung nach Wärmeeinwirkung annähernd in ihre ursprüngliche Form zurück. Folien aus diesem Material eignen sich daher besonders dazu, bauchige Flaschen und andere Gebinde unterschiedlichster Form zu „umschrumpfen“, also eng zu umhüllen. 15 Jahre Styroflex Eine spezielle Variante dieser Produktfamilie, das thermoplastische Elastomer (TPE) Styroflex®, erlebte seine Markteinführung erst vor 15 Jahren auf der Kunststoffmesse K 1995. Der Werkstoff unterscheidet sich von klassischen SB-Blockcopolymeren durch die Verbindung aus Transparenz, hoher Elastizität und Verarbeitungsstabilität. Seit kurzem findet das Produkt bei der Herstellung von Dehnhauben Verwendung: Sogar nach einer Dehnung von 220 Prozent schmiegt sich eine Verpackungsverbundfolie mit einer zentralen dünnen Schicht aus Styroflex wieder fest an das Packgut an und sichert es so auf der Palette. Ursprünglich als Alternative zu Weich-PVC entwickelt, ist Styroflex® inzwischen in vielen Bereichen im Einsatz: zum Beispiel bestehen transparente Fleischverpackungen oft aus Dehn- und Clingfolien, die das TPE enthalten. Als Zähmodifier verbessert es die Anwendungseigenschaften von HIPS (schlagzähes Polystyrol) und ABS. Bei Mehrschichtfolien dient es auch in Kombination mit Polyolefinen und anderen Styrolkunstoffen als Haftvermittler. Darüber hinaus findet man Styroflex beim Mehrkompontenspritzguss von Softtouch-Systemen wie Babyspielzeug und Nassrasierern als Weichkomponente. Seine Polarität sorgt dafür, dass sich das Material gut bedrucken lässt und auf vielen Materialien wie PC, PMMA, Polyolefinen aber auch anderen Styrolcopolymeren gut haftet. Mit dieser vielfältig nutzbaren Produktlinie ist es der BASF nach eigenen Angaben gelungen, zu einem führenden Anbieter auf dem Gebiet von SB-Copolymeren zu werden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Produkte gehört auch in Zukunft zur Strategie des Bereichs und trägt zu einem starken Wachstum dieser Materialklasse bei. Der BASF-Stand auf der K2010 wird sich deshalb gezielt mit Neuentwicklungen, anspruchsvollen Anwendungen und Verarbeitungsverfahren von SB-Polymeren befassen. Weitere Informationen: www.basf.de |
BASF SE, Ludwigshafen
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