| 20.09.2011, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Single-use-Artikel sind in der Medizintechnik eine bewährte Methode, sich vor Verunreinigung durch Keime zu schützen. Wo immer es material- und fertigungstechnisch möglich und wirtschaftlich vertretbar ist, werden Einmalartikel aus Kunststoff verwendet. Dieser Trend bekommt durch den Fortschritt der Medizintechnik neue Impulse: Vielen Menschen wird ermöglicht sich notwendige Wirkstoffe eigenständig im privaten Umfeld zu verabreichen. So sind beispielsweise nadellose Systeme zur intravenösen Applikation mit einstellbaren Dosierungen für bestimmte Wirkstoffe bereits sehr verbreitet. Die Unabhängigkeit der Patienten wächst und die Gesundheitssysteme können gleichzeitig Kosten einsparen. Mit der LED halten darüber hinaus optische Systeme und Kameras breiteren Einzug in die Diagnosetechnik. Immer mehr dieser Geräte werden ganz oder teilweise als Wegwerfartikel entwickelt. Was zunächst wie die Verschwendung von Ressourcen aussieht, macht ökologisch und ökonomisch Sinn. Der Aufwand für die Sterilisierung solcher Bauteile ist beachtlich und das Ergebnis aufgrund der steigenden Bauteilkomplexität unsicher. Hochpräzise Freiform-Kunststofflinsen für OP-Einsatz Ein Praxisbeispiel der Polymeroptix GmbH aus Lüdenscheid zeigt anschaulich wie die komplexen Anforderungen medizintechnischer optischer Anwendungen erfolgreich mittels der Kunststofftechnik umgesetzt werden können. Der Lüdenscheider Spezialist für optische Systeme aus Kunststoff hat für den Marktführer der Augenmedizin – die Alcon Grieshaber AG – eine Optik für den Einsatz bei ambulanten netzhaut- und glaskörperchirurgischen Eingriffen entwickelt. Dem Augenarzt wird bei der OP über eine komplexe Linse ein Bild verschiedener Stellen der Netzhaut geliefert. Gelungen sei dies durch die Entwicklung einer hochpräzisen Freiformlinse, die auf die Besonderheiten dieser Anwendung zugeschnitten ist. Der Kunststoff ist durch seine Bruchsicherheit, sein geringes Gewicht und Freiheitsgrade in der Formgebung einfach auf das Auge applizierbar. Die kleine, extrem genaue und hochgradig wirkungsvolle Optik wird nach der OP entsorgt. Strategische Gründung der Polymeroptix UK Ltd. Um in der Medizintechnik erfolgreich zu sein, müssen Kunststoffverarbeiter besondere Technologien bieten und mit dem größten Selbstverständnis hohe Qualitätsstandards erfüllen. Eine Reinraumproduktion ist nahezu obligatorisch. Vor dem Hintergrund dieser komplexen Rahmenbedingungen, hat das Management der Polymeroptix GmbH im Mai 2011 ein englisches Medizintechnik-Unternehmen erworben. Durch die Übernahme sieht sich Polymeroptix in der Lage, den beschriebenen Wachstumstrend in der Medizintechnik für optische bzw. hochgenaue Technologien nachhaltig zu bedienen. In der englischen Produktionsstätte fertigt ein hoch qualifiziertes Team seit über zwanzig Jahren Spritzguss-Bauteile für die Medizintechnik. Die Polymeroptix UK Ltd. soll auf der soliden Basis eines erfahrenen Produktionsteams den Standort in England weiter ausbauen und den guten Zugang zu einigen Schlüsselkunden der Branche zum Ausbau der optischen Technologien für die Medizintechnik nutzen. |
Polymeroptix GmbH, Lüdenscheid
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