| 10.07.2013, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Mit der Ankündigung der Duales System Deutschland GmbH (DSD), die Lizenzkosten ab 2014 um bis zu acht Prozent zu erhöhen, ist laut Reclay abermals eine Debatte um die Abschaffung der dualen Systeme und eine Kommunalisierung des Wertstoffrecyclings entbrannt. "Was dabei an Behauptungen in die Welt gesetzt wird, ist schon erstaunlich. Auch wenn das Ende der Diskussion noch nicht absehbar ist, steht ein großer Verlierer bereits jetzt fest: der Recyclingstandort Deutschland", so Raffael A. Fruscio, Gesellschafter der Reclay Group. In den letzten 20 Jahren sei in Deutschland ein einzigartiges Erfolgsmodell geschaffen worden. Deutschland sei Vorreiter in den Bereichen Nachhaltigkeit, Recycling, Umwelttechnik und Rohstoffsicherung. Die Recyclingquote bei Verpackungen liege mittlerweile bei 73 Prozent. Deutsches Know-how im Bereich der Kreislaufwirtschaft sei international gefragt. "Dies alles wurde durch die Innovationsfähigkeit privater Unternehmen und einen zunehmenden Wettbewerb aufgebaut", so Fruscio weiter. Davon hätten nicht zuletzt die Bürger profitiert: Seit dem Ende des Monopols habe der starke Konkurrenzkampf zu einer stetigen Senkung der Preise geführt. In den letzten zehn Jahren seien die Kosten mehr als halbiert worden. Preiserhöhung nachvollziehbar "Dass die Preise jedoch nicht ewig nur nach unten gehen können, war allen Beteiligten klar. Wie andere Branchen auch, hat die Recycling- und Entsorgungsindustrie bereits seit Längerem mit steigenden Energie- und Personalkosten zu kämpfen. Die Preiserhöhung des DSD ist aus diesen Gründen absolut nachvollziehbar und hätte sogar noch höher ausfallen können. Selbst Hersteller und Händler, die die Erhöhung trifft, stellen sie nicht in Frage", so Fruscio. Dass ausgerechnet jetzt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) medienwirksam die Abschaffung der dualen Systeme und eine Rekommunalisierung fordere, habe laut Fruscio nur einen Grund: eigenes Gewinnstreben. "Ziel ist nicht, die Recyclingquoten zu erhöhen oder die Preise zu senken, sondern einzig, ein neues Monopol zu errichten." Dabei werde bei der gesamten Debatte vergessen zu fragen, welche Auswirkung eigentlich eine Rekommunalisierung auf die Preise hätte und ob die Kommunen überhaupt in der Lage seien, die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. "Die Preise in einem liberalisierten Markt entstehen durch Angebot und Nachfrage. Einem solchen Wettbewerb müssten sich die Kommunen jedoch nicht aussetzen. Dies dürfte daher zu noch höheren Kosten führen, die schlussendlich die Verbraucher zu tragen haben", so der Gesellschafter der Reclay Group. "Qualitätssteigerungen beim Recycling sind für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland entscheidend für die Zukunftsfähigkeit. Die gewonnen Erfahrungen der letzten 20 Jahre und die Innovationskraft der Privatwirtschaft dürfen nicht grundlos zunichte gemacht werden. Anstatt weiter die Erfolge klein zu reden und lediglich Eigeninteressen zu verfolgen, sollten sich die Kommunen mit der Privatwirtschaft an einen Tisch setzen und Lösungswege erarbeiten, in die beide Seiten ihre Stärken einbringen können. Zum Wohle des Recyclingstandorts Deutschland", so Fruscio abschließend. Weitere Informationen: www.reclay-group.com |
Reclay Holding GmbH, Köln
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