| 27.11.2013, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der ungarische Hersteller von Vinyl- und Holzfußböden Graboplast hat an seinem Standort in der westungarischen Stadt Tatabánya eines neue Recyclingwerk in Betrieb genommen. Medienberichten zufolge sollen hier künftig die Abfälle der Graboplast-Fertigungsstandorte in Győr und Tatabánya wiederverwertet werden. Bei einer Verwertungskapazität von 1.000 t PVC im Jahr kann damit der Grundstoffbedarf des Unternehmens um 6-8% verringert werden, ohne dass sich dabei die Eigenschaften des Produkts verändern. Dem Recyclingprozess liegt eine von Graboplast patentierte Technologie zugrunde. Dabei werden die Produktionsabfälle mit einem speziellen Mahlverfahren zerkleinert, dann mit flüssigem Stickstoff auf -100 °C abgekühlt und anschließend zu einem Pulver zermahlen, worauf dieses Pulver zwischen die Schichten der neuen Böden gestreut wird. Der Investitionsaufwand für das neue Recyclingwerk belief sich auf knapp 600 Mio. HUF (2 Mio. EUR), die mit Mitteln der EU und des ungarischen Staates in Höhe von 235 Mio. HUF (787.000 EUR) gefördert wurden. In dem Werk, das in einer 600 m² großen neuen Halle eingerichtet wurde, sind 9 neue Arbeitsplätze entstanden. Einer weiteren Meldung aus dem Hause Graboplast zufolge hat die Gesellschaft eine staatliche Förderung in Höhe von 1,6 Mrd. HUF (5,36 Mio. EUR) im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Produktionswerks für PVC-Bodenbeläge erhalten. Wie Tibor Veres, Hauptaktionär des Unternehmens, am Rande der Eröffnung des Recyclingwerks mitteilte, ist der Fördervertrag bereits unterzeichnet worden. In der neuen Produktionsstätte, die neben dem Unternehmensstandort in Tatabánya in mehreren Phasen entsteht, will Graboplast als "Luxury Vinyl Tile" (LVT) bezeichnete Design-Bodenbeläge aus Vinyl-Kunststoffen fertigen. Dabei soll nach Angaben des Unternehmens eine ganz neue, bisher weltweit nur von wenigen Werken verwendete Technologie zum Einsatz kommen. Die Produktion wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 beginnen und bis zu 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Das künftige Werk mit einer Fläche von 4.500 m² lässt sich das Unternehmen 6,4 Mrd. HUF (21,4 Mio. EUR) kosten. Früheren Angaben zufolge will sich Graboplast am LVT-Markt, der sich in den entwickelten Ländern auf etwa 100 Mio. m² beläuft und pro Jahr um 15% wächst, innerhalb von drei Jahren einen Anteil von 2 Mio. m² erarbeiten. Graboplast mit Sitz in der westungarischen Stadt Győr beschäftigt derzeit etwa 550 Mitarbeiter. In seinem Stammwerk fertigt das Unternehmen Spezial-Bodenbeläge für die Automobilindustrie, für Krankenhäuser sowie für Ballett- und Sporthallen, im Werk in der ostungarischen Stadt Kecskemét werden Parkettböden hergestellt und in Tatabánya vor allem PVC-Böden für Privathaushalte. Graboplast vertreibt ihre Fußböden zu 95% im Ausland in über 50 Ländern weltweit und rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 17,3 Mrd. HUF (58 Mio. EUR) sowie mit einem Ergebnis von 600-700 Mio. HUF (2-2,3 Mio. EUR) vor Steuern. Weitere Informationen: www.graboplast.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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