| 09.01.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach mehrwöchigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnte die Kriminalpolizei Geesthacht Ende Oktober 2005 aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichtes Schwarzenbek einen 35jährigen Dassendorfer vorläufig festnehmen. Der Beschuldigte steht im dringenden Tatverdacht, seit mindestens 2003 insgesamt in über 200 Fällen mit Kunststoff handelnde Firmen in ganz Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland in betrügerischer Absicht geschädigt zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich derzeit auf ca. 930.000 Euro. Der Beschuldigte bestellte bei den geschädigten Firmen Kunststoffe, um diese anschließend zum halben Einkaufspreis an eine Abnehmerfirma weiter zu veräußern. Während er von der Abnehmerfirma mehrere hunderttausend Euro für die gelieferten Kunststoffe erhielt, bezahlte er seine eigenen Lieferanten nicht. Der Verbleib des illegalen Gewinns ist bis heute nicht geklärt. Bereits im Mai 2005 war der Beschuldigte wegen diverser Betrugstaten rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dieses Urteil hinderte ihn nicht daran, bis zu seiner Festnahme im Oktober fortgesetzt weitere Betrügereien zu begehen. Auffällig ist, dass zahlreiche geschädigte Firmen erst durch die Ermittlungen der Geesthachter Kriminalpolizei ausfindig gemacht wurden. Viele Firmen hatten bis zur Kontaktaufnahme durch die Polizei auf eine Strafanzeige verzichtet, und es bei Mahnbescheiden und Zahlungserinnerungen an den Beschuldigten belassen. Insofern ist davon auszugehen, dass sich die Zahl der geschädigten Firmen und damit auch die Gesamtschadenssumme durch weitere Ermittlungen noch erhöhen kann. |
Polizei Ratzeburg, Ratzeburg
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