| 03.04.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die Interseroh AG (www.interseroh.de) legt mit dem 2005er Abschluss erstmals einen Geschäftsbericht nach dem IFRS vor. 25 deutsche und drei ausländische Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, hieße es jüngst in der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens. Der Konzernumsatz lag demnach 2005 bei 946,9 Mio. Euro, 2004 waren es 1.040,2 Mio. Euro gewesen. Davon entfielen auf das Segment Dienstleistungen und Rohstoffe 248,7 Mio. Euro (2004: 229,7), das Segment Stahl- und Metallrecycling steuerte angesichts der drastisch zurückgegangenen Schrottpreise und gesunkener Schrottmengen 698,2 Mio. Euro (2004: 810,5) bei. Der Konzernjahresüberschuss betrug 2005 19,0 Mio. Euro nach 29,6 Mio. im Jahr 2004. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich auf 29,9 Mio. Euro, im vergangenen Jahr waren es 44,7 Mio. Euro. Das Vorsteuerergebnis des Segments Dienstleistungen und Rohstoffe belief sich 2005 auf 18,0 Mio. Euro, das des Segments Stahl- und Metallrecyclings auf 11,9 Mio. Euro. Der Handel mit Sekundärrohstoffen hat sich 2005 in den einzelnen Bereichen unterschiedlich entwickelt. Während sich der Stahlschrottanteil an den insgesamt 5,2 Mio. Tonnen (2004: 5,7 Mio. Tonnen) unter dem Eindruck der rückläufigen Produktionsziele der Stahlhersteller im Inland und in Europa, wegen stark gefallener Preise und gesunkener Schrottmengen um rund eine halbe Mio. Tonnen reduzierte und damit deutlich unter dem Niveau des Preisrekordjahres 2004 bewegte, stiegen die Mengen in den Bereichen Altholz, Kunststoffe und Nichteisen-Metallschrotte teilweise deutlich. Das Jahr 2005 habe wieder einmal eine der Kernfaktoren für die verschiedenen Interseroh-Geschäftsbereiche anschaulich gemacht: Die starke Volatilität der Sekundärrohstoffpreise beeinflusse das Geschäft maßgeblich. Schwankungen von bis zu 50 % beim Altpapier, über 50 % beim Kunststoff und sogar über 100 % beim Stahlschrott erklärten diese Abhängigkeit. Im internationalen Rohstoffhandel zielt Interseroh auf eine Intensivierung des weltweiten Handels, speziell mit Altpapier, Kunststoffen sowie Eisen- und Nichteisen-Metallschrotten. Die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen, vor allem nach den genannten Fraktionen, kommt heute aus dem asiatischen Raum ebenso wie aus Europa. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen die Handelsaktivitäten für Altpapier, Kunststoffe und Altholz im vergangenen Jahr in einer neuen Führungsgesellschaft zusammengefasst, der ISR Interseroh Rohstoffe GmbH. Im Bereich Kunststoff gehe es vor allem um eine weitere Stärkung der Handelsposition. Auch hier will Interseroh die Mengen durch Kooperationen oder Akquisitionen erhöhen. Es wird damit gerechnet, dass sich der zwischenzeitlich überhitzte Markt für Kunststoffe weiter beruhigen wird und die Preise deutlich zurückgehen werden. |
Interseroh AG, Köln
» insgesamt 63 News über "Interseroh" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Argus Additive Plastics: Gründer Helmut Hirsch übergibt an die nächste Generation
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Haitian International: Umsatz steigt in 2025 auf rund 2,24 Mrd. Euro
Engel: Neue Groß-Spritzgießmaschine für Bauteile über 2,5 Quadratmeter
PlasticsEurope Deutschland: Kunststofferzeugung in Deutschland 2025 weiter rückläufig
Meist gelesen, 10 Tage
Engel: Neue Groß-Spritzgießmaschine für Bauteile über 2,5 Quadratmeter
PlasticsEurope Deutschland: Kunststofferzeugung in Deutschland 2025 weiter rückläufig
Haitian International: Umsatz steigt in 2025 auf rund 2,24 Mrd. Euro
BASF: Preiserhöhung für Neopentylglykol in Europa
Schütz: Neuer IBC-Produktions- und Lagerstandort auf BASF-Gelände in Ludwigshafen
GKV: Kunststoffverarbeiter melden flächendeckende Preisaufschläge und Force-Majeure-Erklärungen
Meist gelesen, 30 Tage
Covestro: Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Steilemann kandidiert nicht für weitere Amtszeit
BASF: Weltweite Preiserhöhungen für Kunststoffadditive
Sattler KunststoffWerk: CO₂-Bilanzierung eines Compound-Portfolios
Toyota: Neues Werk für Kreislaufwirtschaft in Polen - Kapazität für 20.000 Altfahrzeuge pro Jahr
Grässlin Kunststoffe: Offizieller Distributor in Deutschland für Borealis
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|