| 27.02.2015, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
![]() Kontinuierliche Fertigung nach dem Schichtbauprinzip für Kunststoffe - (Bild: Fraunhofer IFAM/Thorsten Müller). Pulverbasierte kontinuierliche Verfahren existieren bereits. Das Herstellungsprinzip lässt sich jedoch nicht auf flüssige Werkstoffe, wie sie im Stereolithographie-Prozess eingesetzt werden, übertragen. Bei der konventionellen Stereolithographie werden ausgewählte Bereiche in der jeweiligen Schicht mit UV-Licht bestrahlt und damit ausgehärtet. Schicht für Schicht wird dieser Vorgang wiederholt, bis die entsprechende Anzahl von Lagen für den Aufbau der Bauteile abgeschlossen ist. Im Anschluss werden die Elemente aus dem Bauraum entnommen und dieser neu eingerichtet (Batch-Fertigung). Ein aufwendiger Arbeitsschritt, der zurzeit ein Hindernis für die Serienfertigung darstellt und zudem hochqualifiziertes Personal erfordert. Kontinuierliche Fertigung nach dem Schichtbauprinzip Der neu entwickelte Prozess nutzt den Angaben zufolge die Technik der kontinuierlichen Photopolymerisation nach dem Digital Light Processing-Prinzip zur schichtweisen Herstellung von Bauteilen. Der wesentliche Unterschied zu den üblichen Batch-Systemen sei, dass bei diesem neuen Ansatz eine drehbare Walze als Substrat genutzt werde und die flache Bauplatte einfach entfalle. Der untere Teil dieser Walze wird dabei in ein Polymer-Bad eingetaucht und durch mehrere Lichtquellen in exakt definierter, zunehmender Entfernung beleuchtet. Dies ist erforderlich, um das Polymer an verschiedenen Stellen in unterschiedlichen Stufen auf der Oberfläche der Walze mittels Licht selektiv aushärten zu lassen. Bei der schrittweisen Drehung der Walze wird Schicht für Schicht ein dreidimensionales Bauteil auf dem eingetauchten Teil des Zylinders aufgebaut. Die fertigen Bauteile können auf der Oberseite der Walze automatisiert von der Oberfläche getrennt werden. Damit ist die Substratfläche wieder bereit und der Prozess kann uneingeschränkt voranschreiten. Weitere Informationen: www.ifam.fraunhofer.de |
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen
» insgesamt 10 News über "IFAM" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
VDI: Prof. Martin Würtele ist 52. „Kunststoffritter“
Schorr Modell- und Formenbau: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Biesterfeld: Vertriebspartnerschaft mit Syensqo auf Großbritannien und Irland ausgeweitet
Meist gelesen, 10 Tage
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Lego: Globales Innovationszentrum für die Fertigung eröffnet
swissplast group: Vollständige Übernahme der Crisco Formtechnik AG abgeschlossen
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Biesterfeld: Jürgen Rietschle übernimmt Leitung des Geschäftsbereichs Polymer Additives
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|