| 28.08.2015, 08:14 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das erste Halbjahr 2015 war für die Adval Tech Gruppe von der schwierigen Währungssituation geprägt. Die Gruppe erzielt rund 95% ihres Umsatzes im Ausland und generiert mehr als 35% ihrer Kosten in der Schweiz. Entsprechend groß war der währungsbedingte Margendruck nach der massiven Aufwertung des Schweizer Frankens Mitte Januar. Trotz der schwierigen Währungssituation ist es der Adval Tech Gruppe gelungen, erstmals seit 2007 wieder eine EBITDA-Marge im zweistelligen Prozentbereich zu erzielen. Mit einer Gesamtleistung von 110,6 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 127,0 Mio. CHF) erreichte die Gruppe einen EBITDA von 11,3 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 12,5 Mio. CHF), einen EBIT von 4,3 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 5,3 Mio. CHF) und ein Unternehmensergebnis von -2,8 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 1,6 Mio. CHF). Für das Geschäftsjahr 2015 strebt Adval Tech währungsbereinigt eine EBIT-Marge auf dem Niveau des Vorjahres an. Der Rückgang der Gesamtleistung um 13% ist rund zur Hälfte auf die Währungsentwicklungen und rund zur Hälfte auf die Verschiebung einiger grösserer Projekte im Segment Molds zurückzuführen. Dies hatte auch eine leichte Verlagerung der Umsatzanteile beider Segmente der Adval Tech Gruppe zur Folge. Der Anteil des Segments Components stieg von 65% auf 68%, derjenige des Segments Molds sank von 35% auf 32%. Die erfreuliche Entwicklung der EBITDA-Marge von 9,8% im ersten Semester 2014 auf 10,2% im ersten Semester 2015 hat Adval Tech durch eine weitere Verbesserung der Produktivität, durch eine rigorose Kostenkontrolle und durch die Nutzung zusätzlicher Synergien erreicht. Beim EBIT hat sich die für Adval Tech sehr ungünstige Währungssituation noch stärker ausgewirkt. Ohne negative Währungseffekte hätte Adval Tech den EBIT trotz geringerer Gesamtleistung um 0,1 Mio. CHF steigern und die EBIT-Marge um 0,4 Prozentpunkte verbessern können. Das negative Unternehmensergebnis ist primär eine Auswirkung des starken Schweizer Frankens. Das Segment Components (Komponenten aus Metall und Kunststoff) erzielte im ersten Halbjahr 2015 eine Gesamtleistung von 75,6 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 83,4 Mio. CHF). Dies entspricht einem effektiven Rückgang von 7,8 Mio. CHF (-9,4%) und einem währungsbereinigten von 3,7 Mio. CHF. Dank der erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsprogramme und einer effizienten Kostenkontrolle erreichte das Segment Components dennoch einen EBITDA von 5,7 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 5,9 Mio. CHF). Währungsbereinigt liegt dieser um 1,1 Mio. CHF über dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge verbesserte das Segment Components um 0,4 Prozentpunkte auf 7,5%. Das Segment Molds (Formen), das unter dem Namen "Foboha" firmiert, erreichte im ersten Halbjahr 2015 eine Gesamtleistung von 35,8 Mio. CHF (erstes Semester 2014: 44,8 Mio. CHF). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 9,0 Mio. CHF. Davon sind 4,0 Mio. CHF auf die Währungsentwicklung zurückzuführen. Ins Gewicht fielen auch einige Projektverschiebungen in die zweite Jahreshälfte an den Standorten in Deutschland und in China. Der EBITDA des Segments Molds lag mit 4,1 Mio. CHF um 1,7 Mio. CHF hinter dem entsprechenden Vorjahreswert von 5,8 Mio. CHF zurück. Dies ergibt eine EBITDA-Marge von 11,5% (erstes Semester 2014: 12,9%). Währungsbereinigt liegt der EBITDA des Segments lediglich um 0,8 Mio. CHF unter dem Vorjahreswert. Ausblick Dank der konsequenten Umsetzung ihrer Fokussierungsstrategie verfügt die Adval Tech Gruppe heute über eine schlanke Organisationsstruktur, die es erlaubt, schnell auf Veränderungen im Marktumfeld zu reagieren und effizient zu wirtschaften. Das zukünftige Wachstum will die Gruppe zum einen organisch erzielen: im Geschäft mit Automobilherstellern und deren Direktzulieferern – beispielsweise mit der Expansion nach Mexiko (siehe auch plasticker-News vom 29.04.2015) – sowie mit verwandten Applikationen. Zum anderen prüft Adval Tech auch Möglichkeiten, über gezielte Akquisitionen zu wachsen. Der starke Schweizer Franken bleibt für die Adval Tech Gruppe eine große Herausforderung. Durch den Währungsnachteil ist es schwieriger geworden, neue Aufträge für die Schweizer Standorte zu gewinnen. Dies zwingt die Gruppe, die ursprünglichen Prognosen für 2015 teilweise zu revidieren. Für das Geschäftsjahr strebt Adval Tech eine währungsbereinigte EBIT-Marge auf dem Niveau des Vorjahres an. Unter den gegenwärtigen Wechselkursbedingungen dürfte es für die Gruppe jedoch sehr schwierig werden, ein positives Unternehmensergebnis zu erzielen. Weitere Informationen: www.advaltech.com |
Adval Tech Holding AG, Niederwangen, Schweiz
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