| 12.01.2017, 11:27 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die bayerischen Cluster Forst und Holz und Cluster Neue Werkstoffe bündeln erstmals in einem gemeinsamen Cluster-Verbund-Projekt ihre Kompetenzen, um das zukünftige Potenzial von holz- und biobasierten Werkstoffen aufzuzeigen. Unter dem Projekttitel „Technologiekooperationen für biobasierte Werkstoffe aus Holz und Kunststoff“ soll mit Hilfe eines systematischen Ansatzes die Innovationsfähigkeit der Unternehmen verbessert und Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der biobasierten Komposites und holzbasierten Verbundwerkstoffe initiiert werden. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und die Entwicklung biobasierter und nachhaltiger Produkte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Als Gründe hierfür gelten sowohl der Wunsch nach Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen als auch die Reduzierung von CO2-Emissionen. Die Bioökonomie als nachhaltige, moderne Wirtschaftsform umfasst dabei die Aktivitäten, die diese Ziele verfolgen und trägt damit wesentlich zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit einer Gesellschaft mit nachhaltigen Entwicklungszielen im postfossilen Zeitalter bei. Unter anderem ist es Ziel, durch eine nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe den Einsatz biobasierter Werkstoffe in unterschiedlichen Anwendungsbereichen wie Automobil, Konsumgüter, Textil, Möbel, etc. zu erhöhen. Gerade innovative Verbundwerkstoffe aus Holz und Kunststoff haben dabei ein großes Potenzial für Anwendungen in den genannten Bereichen. Holz und Kunststoff im Verbund Holz als „traditioneller“ Werkstoff ist einer der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe in Bayern. Dieser Rohstoff bietet sich für die Herstellung von biobasierten bzw. nachhaltigen Werkstoffen besonders an, da er als nachwachsender Rohstoff gut verfügbar ist und nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelherstellung steht. So lassen sich durch neue Technologien die verschiedenen Bestandteile wie Cellulose, Lignin und Inhaltsstoffe, wie z.B. Tannine oder Harze, für die stoffliche Nutzung gewinnen und für neue Werkstoffe (Biokomposit, WPC, Schäume, Textilfaser etc.), Anwendungen und Technologien (Additive Fertigung, Fügetechnologien, Leichtbau, Engineered Wood Products, etc.) nutzbar machen. Die Vielfalt an Verarbeitungsmöglichkeiten der einzelnen Holzbestandteile ermöglicht eine große Anzahl an Anwendungsmöglichkeiten nicht nur im Holz- und Möbelbau, sondern auch für Fahrzeug- oder Leichtbau. Innovative Verbund-/Hybridlösungen oder naturfaserverstärkte Komposite sind ein großes Zukunftsthema. Der traditionelle Werkstoff Holz und holzbasierte Produkte können hier als neue, innovative Werkstofflösungen im Verbund mit Kunststoffen eine wichtige Rolle spielen. Um zukünftigen Herausforderungen begegnen zu können und in neuen Materialanwendungen im Rahmen der Bioökonomieinitiative noch schneller voranzukommen, ist die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen aus der Holzbranche und anderen Werkstoffbereichen, vor allem aus der Kunststoff- und Verbundwerkstoffindustrie, ein wichtiger Baustein. Mit einem systematischen Ansatz werden in diesem Cross-Cluster Projekt geeignete Kooperationspartner ausgewählt und gezielt zusammengeführt. Im Rahmen dieses vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie geförderten Projektes sollen innovative Produkte und Technologien entstehen und neue Märkte für die Unternehmen erschlossen werden. Weitere Informationen: |
Bayern Innovativ - Bayerische Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH, Nürnberg
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