| 20.01.2017, 14:39 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die deutschen Hersteller von Kunststoffverpackungen begrüßen grundsätzlich die Unterstützung der Ellen MacArthur-Initiative durch 40 namhafte Unternehmen, auch aus der Konsumgüter- und Kunststoffindustrie, im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. Die Initiative setzt sich für eine globale Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen ein, um die Abfallmengen an Land und im Meer deutlich zu reduzieren. Unter anderem sollen 50 Prozent der Kunststoffverpackungen weltweit recycelt werden. Diese Forderung der Ellen MacArthur-Initiative wird in Deutschland schon heute durch ein flächendeckendes Entsorgungs- und Verwertungssystem erfüllt. Jeder Bürger hat die Möglichkeit, seine gebrauchten Kunststoffverpackungen über den Gelben Sack ordentlich zu entsorgen. Zusätzlich existiert schon seit Jahren im Handel ein eigenständiges Rücknahmesystem für PET-Flaschen, das gleichzeitig durch diese sortenreine Sammlung eine sehr hohe Recyclingqualität garantiert. „Dass in Deutschland in diesem Zusammenhang teilweise immer noch von „Plastikabfällen“ gesprochen wird, ist eine Täuschung des Verbrauchers“, stellt IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn hierzu fest, „vielmehr werden die recycelten Kunststoffverpackungen wieder in den Produktkreislauf zurückgeführt und schonen damit Ressourcen“. Dagegen sieht der Verband in anderen Teilen der Welt großen Handlungsbedarf bei der Entwicklung wirksamer Entsorgungs- und Recyclingsysteme. Insbesondere die Schwellenländer in Asien sind demnach zurzeit noch Hauptverursacher der weltweiten Meeresverschmutzung. Eine Unterstützung durch die Ellen MacArthur-Initiative und ihre Mitglieder sei deshalb in diesen Ländern besonders notwendig. Die deutschen Kunststoffverpackungshersteller engagieren sich schon seit geraumer Zeit unter Federführung des Dachverbandes GKV in Indien und unterstützen dort den Aufbau von Rücknahme- und Verwertungssystemen. Bei der ökologischen Bewertung einer Verpackung ist neben dem Recycling der Produktschutz wesentlich. Kunststoffverpackungen schützen Produkte besonders gut und haben damit auch einen hohen ökologischen und ökonomischen Nutzen. Allein die Sauerstoffbarriere bei Kunststoffverpackungen verlängert die Haltbarkeit vieler Lebensmittel erheblich. Immer noch verderben jedes Jahr weltweit ca. 1,2 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel, vorrangig in Schwellenländern, auch weil geeignete Verpackungen nicht zum Einsatz kommen. Eine gute Recyclingfähigkeit bei gleichzeitig optimalem Produktschutz ist deshalb ein zukunftsorientiertes Kriterium für Verpackungen. Die IK hat hierzu schon 2014 den „Runden Tisch Eco Design“ gegründet, dem unter anderem auch Konsumgüter- und Handelsunternehmen angehören. Diese IK-Initiative entwickelt Kriterien für ein verbessertes Eco-Design von Kunststoffverpackungen. Die entsprechenden Erkenntnisse sollen auch Organisationen wie der Ellen MacArthur-Initiative zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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