| 19.05.2017, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Mit Hilfe automatischer Montageprozesse lassen sich Kunststoffe und Metalle gleichermaßen verarbeiten. Bei Geiger können sämtliche Spritzgussteile mit Riegel-, Rast-, Schub- oder Steckmechanismen montiert werden - (Bild: Hans Geiger Spritzgießtechnik GmbH). Statt zwei separaten Spritzprozessen für die Einzelteile und den Montagevorgang, fällt mit Hilfe des automatischen Montageverfahrens nur noch ein Arbeitsschritt an. „Ein Verfahren im Bereich solcher automatischen Prozesse ist die so genannte In-Mold-Montage. Hierbei werden zwei unterschiedliche Kunststoffteile in einem Werkzeug gespritzt und montiert, zum Beispiel die obere und untere Komponente eines Bauteils“, erklärt Roman Kramer, Prokurist bei der Hans Geiger Spritzgießtechnik GmbH. Das heißt, die unterschiedlichen Teile werden in einem einzigen Spritzvorgang gefertigt, wobei auch der Einsatz von Mehrkavitäten-Werkzeugen – wie beispielsweise 4+4 Kavitäten – möglich wird. Gewichtsunterschiede der Teile werden durch speziell angefertigte und ausbalancierte Heißkanalsysteme ausgeglichen. Nach dem Spritzvorgang verlassen die Teile die Maschine als fertige Baugruppe und sind sofort bereit für die Weiterverarbeitung wie beispielsweise das Bestücken. Als ein weiterer Vorteil der In-Mold-Montage wird die definierte Lage der Teile im Spritzgusswerkzeug genannt. So müssen sie für die Montage nicht mehr sortiert und gerichtet werden, da die Kunststoffteile in Montagerichtung gespritzt werden. Dadurch sollen sich extrem kurze Fertigungszeiten realisieren lassen. Die einzelnen Prozessschritte werden im Spritzwerkzeug über Innendruckfühler und Sensoren überwacht. „Vor Einführung des automatischen Fertigungsprozesses wurden die Teile üblicherweise per Hand, mit Hilfsvorrichtungen oder mit komplexen Montageautomaten, die als Sonderlösung eigens für die jeweiligen Bauteile konstruiert werden mussten, montiert“, so Kramer. Wenn der Montagevorgang nicht mit der In-Mold-Technologie realisierbar ist, gibt es trotzdem noch die Möglichkeit, die unterschiedlichen Einzelteile in nur einem Spritzwerkzeug zu spritzen. „Dabei entnimmt ein Robot System die Teile direkt an der Spritzmaschine und setzt sie für den Fertigungsvorgang lagegerecht in die vorgesehene Montagevorrichtung ein. Auch bei diesem Verfahren werden keine zusätzlichen Sortier- und Positionierautomaten benötigt“, so Kramer. Unter anderem fertigte Geiger auf diese Weise Elektronikstecker für namhafte Automobil- und Elektronikhersteller. Über die Reiter HG Geiger Kunststofftechnik GmbH Die Reiter HG Geiger Kunststofftechnik GmbH in Hilpoltstein ist eines von drei Unternehmen der Geiger Gruppe. Die Hans Geiger Formenbau GmbH und die Hans Geiger Spritzgießtechnik GmbH haben ihren Hauptstandort in Nürnberg. Gegründet wurde das Unternehmen von Hans Geiger im Jahr 1961 als Formenbau-Betrieb. 1968 kam der Bereich Spritzguss hinzu. Damals konzentrierte man sich besonders auf die Sparten Spielzeug und Fotografie. Heute ist das Unternehmen spezialisiert auf die Herstellung komplexer Bauteile. Zu den Kunden zählen international bekannte Elektronik- und Automobilhersteller. Weitere Informationen: www.geiger-gruppe.de Moulding Expo 2017, 30.05.-02.06.2017, Stuttgart, Halle 6, Stand A15 |
HG Hans Geiger Spritzgießtechnik GmbH, Nürnberg Kleinreuth bei Schweinau
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