| 15.07.2020, 06:12 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die EU-Kommission hat gegen die Chemieunternehmen Orbia, Clariant und Celanese eine Kartellstrafe in Höhe von insgesamt rund 260 Mio. Euro verhängt. Wie die EU-Kommission am Dienstag, den 14. Juli 2020 mitteilte, haben die drei Unternehmen sowie der US-Konzern Westlake im Rahmen eines Kartells Preisabsprachen für den Einkauf von Ethylen getroffen. Alle vier Unternehmen räumten gegenüber Brüssel die Beteiligung an dem Kartell ein und stimmten einem Vergleich zu. Westlake ging dabei straffrei aus, da der Konzern die EU-Wettbewerbsbehörden über die Preisabsprachen in Kenntnis gesetzt hatte. Der Aussendung zufolge erfolgten die Preisabsprachen zum Nachteil der Ethylen-Händler zwischen Dezember 2011 und März 2017 und betrafen die Märkte in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, erklärte in der Aussendung: "Die vier Unternehmen des Kartells haben geheime Absprachen getroffen und Informationen über Einkaufspreise ausgetauscht, was illegal ist. Die Kommission duldet keine Form von Kartellen. Die EU-Kartellvorschriften verbieten nicht nur Kartelle im Zusammenhang mit der Koordinierung von Verkaufspreisen, sondern auch Kartelle zur Koordinierung von Einkaufspreisen. Dadurch wird der Wettbewerbsprozess bei den Einkäufen geschützt." Die höchste Einzelstrafe entfällt dabei mit knapp 155,8 Mio. Euro auf die Schweizer Clariant, mit 82,3 Mio. Euro wird der US-Konzern Celanese zur Kasse gebeten, und 22,4 Mio. Euro muss die mexikanische Orbia (ehemals Mexichem) zahlen. Durch ihre Kooperation mit der EU-Kommission konnten die drei Unternehmen dabei die Strafzahlungen um 30-55 Prozent reduzieren. Weitere Informationen: |
Europäische Kommission, Brüssel, Belgien
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