| 17.09.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Ein deutlichen Beitrag zur Geräuschreduzierung im Innenraum von Kraftfahrzeugen soll ein von der Krauss Maffei GmbH (www.krauss-maffei.de) entwickeltes verfahrenstechnisches Prinzip zum Auftragen von PUR-Schwerschichten direkt auf die Unterseite vorgeformter Kfz-Teppichelemente leisten. Dazu kombiniert der Spezialist für innovative Lösungen intelligente Automatisierungstechnik mit einem flexiblen Sprühverfahren.Das neue Roboter gestützte Sprühverfahren bietet eine einzigartige Flexibilität bei der Beschichtung der Teppiche. Der Roboter bewegt den Mischkopf, während er das PUR-Gemisch auf den vorgeformten, dreidimensionalen Teppich aufsprüht. Eine spezielle Flachstrahldüse gewährleistet dabei einen gleichmäßigen Sprühstrahl und ein minimales Overspray. Die optimale Schalldämmung erfordert, in einer Folge von mehreren Teilschüssen hintereinander, die Beschichtung definierter Bereiche des Teppichs. Die Düse wird erst am Ende des Zyklus gereinigt. Durch eine einfache Änderung der Roboterbewegungen kann der Anwender die Schichtdicken partiell ändern und Teppichelemente mit unterschiedlichen Geometrien schalldämmend ausstatten. Ein zusätzlicher Vorteil des Sprühens ist der geringe Aufwand für die Werkzeugtechnik. Eine spezielle Vorrichtung am Sprühkopf vereinfacht das Einrichten der Bahnkurven des Roboters deutlich. Zwei Laserstrahlen simulieren die Grenzen des Sprühkegels und ermöglichen auf diese Weise einen „trockenen“ Sprühtest. So kann ohne Materialverlust überprüft werden, ob die richtige Anlageneinstellung für ein neues Bauteil gewählt wurde. Zur Reinigung positioniert der Roboter den Mischkopf so, dass die Düse in einen Reinigungsmittelbehälter ragt. Die Düse wird zunächst mit Luft ausgeblasen, dann mit Reinigungsmittel gespült und anschließend mit Luft trocken geblasen. Feststoffe werden in einem geschlossenen System vom Reinigungsmittel getrennt. Dieses Konzept ist besonders sauber, da das Reinigungsmittel in einem geschlossenen Kreislauf geführt wird und nicht in die Umgebung entweicht. Die Dichte der nur wenige Millimeter dicken PUR-Schicht wird durch einen hohen Anteil an Bariumsulfat auf über 2 g/cm3 eingestellt. Die hochgefüllten PUR-Systeme sind schwer mischbar. Um das abrasive Gemisch verarbeiten zu können, kommen spezielle verschleißfeste Bauteile zum Einsatz. Aufgrund der präzisen Fertigung mit engen Toleranzen bleibt die Fächergeometrie und damit das Austragsbild auch nach einem Düsenwechsel unverändert. Die abrasiven Eigenschaften des Füllstoffs Bariumsulfat stellt die Dosieranlage vor besondere Herausforderungen, da nicht mit einer Pumpe gefördert werden kann. Daher kommt das von KraussMaffei entwickelte Tandem-Hybrid-System zum Einsatz. Zwei Kolben, die sich antizyklisch bewegen, erzeugen einen kontinuierlichen Förderstrom. Eine speziell angepasste Steuerung gewährleistet, dass die Komponente auch an den Umkehrpunkten der Kolben gleichmäßig dosiert wird. Dies führt zu einem konstanten Mischungsverhältnis von Polyol und Isocyanat im Mischkopf und damit zu einer gleich bleibend hohen Produktqualität. Bild: Minimaler Overspray und scharfe Sprühgrenzen durch optimierte Zerstäubung K 2007, Düsseldorf, 24.-31. Oktober 2007, Halle 15, Stand A23/B24/C24 |
Krauss-Maffei GmbH, München
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