| 17.08.2021, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Toray Industries, Inc. hat ein Polybutylenterephthalat (PBT) entwickelt, dessen dielektrische Verluste im hochfrequenten Millimeterwellenbereich nach Anbieterangaben um etwa 40 Prozent geringer sind als die von herkömmlichem PBT-Kunststoffen. Gleichzeitig werden demzufolge die Dimensionsstabilität und Formbarkeit nicht beeinträchtigt. Das neue Material soll die Leistung von Hochgeschwindigkeits-Übertragungssteckern, Kommunikationsmodulen, Millimeterwellen-Radaren und anderen Geräten für 5G-Basisstationen und automatisierte Fahrsysteme deutlich verbessern. Diese sollen zudem von der hohen Dimensionsstabilität, Festigkeit und anderen Leistungsmerkmalen sowie der guten Verarbeitbarkeit des Materials profitieren. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Mischung aus Dimensionsstabilität, Festigkeit und anderen Leistungselementen kommen PBT-Kunststoffe typischerweise in Automobil- oder Elektronikanwendungen zum Einsatz. Außerdem sind sie leicht zu formen und zu verarbeiten. Das Material geht jedoch zugleich mit hohen dielektrischen Verlusten einher – eine Eigenschaft, die etwa in Hochfrequenzkomponenten oder autonomen Fahrsystemen zu Übertragungsverlusten führt. Der Einsatz von Polymerlegierungen und Füllstoffen kann dem zwar entgegenwirken, doch der Wirksamkeit sind Grenzen gesetzt. Zugleich beeinträchtigen die Zusatzstoffe die Wärmebeständigkeit und die mechanischen Eigenschaften des Materials. Abhilfe soll der neu entwickelte PBT-Kunststoff von Toray schaffen. Im ultraweiten Millimeterwellenband von 79 GHz würde dieser einen Verlusttangens von 0,006 – etwa 40 Prozent unter dem von herkömmlichen PBT-Kunststoffen liefern. Zugleich sei es gelungen, die Produkteigenschaften uneingeschränkt zu erhalten: Das Unternehmen nutzt seine Polymerisationstechnologie, um die molekulare Bewegung des Polymers im Hochfrequenzbereich einzuschränken und damit eine veränderte Struktur zu erreichen. So hält das neue Material den dielektrischen Verlust in allen Frequenzbändern der 5G-Kommunikation stabil niedrig - von unter 6 GHz bis zu hochfrequenten Millimeterwellenbändern. Auch in sehr heißen oder feuchten Umgebungen soll die dielektrische Stabilität hervorragend bleiben. Der PBT-Kunststoff reduziert den weiteren Angaben zufolge außerdem Übertragungsverluste und ermöglicht ein großflächiges Abtasten für einfallende Wellen aus großen Winkeln – traditionell ein Problem bei der Entwicklung von Hochfrequenzkomponenten. Mit dem Kunstsoff von Toray soll zudem die Produktgröße reduziert werden können, ohne dabei den elektrischen Widerstand zu verändern. So werden kleine Bauteile mit hoher Leistung und geringen Energieverlusten möglich. Um die Nachfrage nach Materialien für 5G-Kommunikation zu erfüllen, plant Toray zunächst ein umfassendes Prototypen-Programm. Das Unternehmen hat bereits eine Reihe von 5G-tauglichen Kunststoffen kommerzialisiert und will sein neues Material für den Einsatz in Halbleitergeräten und elektronischen Komponenten zur Unterstützung fortschrittlicher Kommunikationstechnologien positionieren. Geplant sind Anwendungen für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und intelligente Transportsysteme für automatisierte Fahrkonfigurationen. Weitere Informationen: www.toray.com |
Toray Resins Europe GmbH, Neu-Isenburg + Toray Industries, Tokio, Japan
» insgesamt 35 News über "Toray" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
VDI: Prof. Martin Würtele ist 52. „Kunststoffritter“
Schorr Modell- und Formenbau: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Biesterfeld: Vertriebspartnerschaft mit Syensqo auf Großbritannien und Irland ausgeweitet
Meist gelesen, 10 Tage
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Freudenberg Sealing: Dr. Alexander Rozmán übernimmt als CEO
Lego: Globales Innovationszentrum für die Fertigung eröffnet
swissplast group: Vollständige Übernahme der Crisco Formtechnik AG abgeschlossen
Evonik: Zweites Quartal über Plan - Prognose für 2026 angehoben
Biesterfeld: Jürgen Rietschle übernimmt Leitung des Geschäftsbereichs Polymer Additives
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Gardena: Aufgabe der Erweiterungspläne für Werk Heuchlingen
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Kunststoffchemie für Ingenieure
|