| 26.10.2021, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Der italienische IML-Spezialist Campetella zeigte auf der Fakuma 2021 sowohl auf seinem eigenen Stand - hier auf einer vollelektrischen JSW-Spritzgießmaschine - als auch auf zwei Partnerständen bei den Partnerfirmen Engel und Arburg seine aktuellen Automatisierungslösungen für Prodktionszellen mit IML (In-Mould-Labeling) von Verpackungen. Dabei kamen der aktuelle Stand der Handhabungssysteme und Roboter des Unternehmens für die Hochleistungs- und Hochgeschwindigkeitsproduktion von Bechern mit IML zum Einsatz.Modula W Side-Entry-Roboter auf einer Engel Maschine mit Etagenwerkzeug "Mehr Produktivität auf weniger Raum" verspricht Campetella den Anwendern seines Modula W Systems mit voll programmierbaren Side-Entry-Roboten für Etagenwerkzeuge. Auf dem Stand von Engel demonstrierte der Hersteller dies zusammen mit seinem Partner (siehe plasticker-News vom 06.10.2021) mit einem vollautomatischen System für die IML-Produktion von Margarinebechern auf einem Zwei-Ebenen-Etagenwerkzeug. Das System wurde speziell mit dem Ziel entwickelt, die Standfläche der gesamten Produktionszelle zu reduzieren und zugleich den Output zu maximieren - bei minimalem Energieverbrauch. Modula W ist für Spritzgießmaschinen von bis zu 4.500 kN Schließkraft ausgelegt. Bei der Messeanwendung wurden die Becher aus PP auf einer Engel e-speed in einem 4+4-fach-Werkzeug hergestellt, mit einer Verriegelungszeit von 1,35 Sekunden und einer Gesamtzykluszeit von nur 4,5 Sekunden. Die lebensmittelechten Dünnwandbecher, welche inklusive Label eine Wanddicke von nur 0,4 mm aufweisen, wurden dabei von der Side-Entry-Hochgeschwindigkeitsautomation Modula W aus dem 4+4 Kavitäten des Etagenwerkzeugs entnommen und nach einer kamerabasierten Inline-Qualitätskontrolle durch Scara X-Series Spin-2 Roboter von Campetella mit der Vorderseite nach unten auf dem Austaktband gestapelt. Um Aufstellfläche in der Produktionszelle zu sparen, seien die vertikalen Zuführungen für die mehrseitigen Label äußerst kompakt gebaut worden. Die Arme des Roboters seien an allen Achsen aus Carbonfasern, was die die Vibrationen reduziere und für eine stets präzise Positionierung der Labels sorge, so der Hersteller weiter. Das Modula W IML-System, wie es auch bei der Fakuma 2021 zu sehen war, in Aktion: Neues Modula Twin Maxi IML-System für Becher und Deckel zugleich auf einer Arburg-Maschine mit Etagenwerkzeug Mit einer IML-Anwendung auf dem Stand seines Partners Arburg zeigte Campetella bei der Fakuma 2021 sein neues, vollautomatisches System für die gleichzeitige IML-Produktion von Behältern und Deckeln auf derselben Maschine mit einem Zwei-Ebenen-Etagenwerkzeug - eine Produktionszelle, für die sonst, bei konventioneller Fertigung, zwei separate Spritzgießmaschinen, jeweils mit Werkzeug und Automation erforderlich wären. Dank des Systems mit "Zwillingsrobotern" von Campetella namens "Modula Twin Maxi", welches den Angaben zufolge für SGM von bis zu 12.000 kN ausgelegt ist, sollen Deckel und Becher auf der selben Anlage gespritzt und gelabelt werden können. Bei der Messeanwendung wurden die Becher aus chemisch recyceltem PP auf einem hybriden Allrounder 1020 H in Packaging-Ausführung (Schließkraft 6.000 kN) in einem 4+4-fach-Werkzeug hergestellt, mit einer Verriegelungszeit von 1,2 Sekunden und einer Gesamtzykluszeit von nur 5 Sekunden. Die lebensmittelechten Dünnwandbecher und -deckel, deren Teilegewicht (Becher mit Deckel) inklusive Label insgesamt 19,3 g beträgt, wurden dabei auch hier von Side-Entry-Hochgeschwindigkeitsrobotern aus dem 4+4 Kavitäten des Etagenwerkzeugs entnommen und einer Inline-Qualitätsprüfung unterzogen, bei der Behälter wie Deckel von allen Seiten von einem 7-Kamera-System kontrolliert - und die nicht-konformen Teile aussortiert wurden. Unmittelbar nach der Qualitätskontrolle erfolgte die Ausrichtung der achteckigen Behälter und Deckel und sie wurden durch Scara X-Series Ssin-2 Roboter von Campetella mit der Oberseite nach unten auf ein Förderband gestapelt. Auch bei der Konstruktion des Modula Twin Maxi Systems wurde laut Hersteller auf platzsparende Bauweise sowie auf eine energiesparende und präzise Arbeitsweise geachtet. Für letztere sorgen u.a. Roboterarme aus Carbonfasern, welche Vibrationen reduzieren und ein Servo-Etikettenanleger aus Kohlefaser, welcher sowohl für fünfseitige als auch für flache Etiketten exakt passen soll. Der Drehtisch des Etikettenmagazins soll ein einfaches und sicheres Nachfüllen der Etiketten ermöglichen, auch dann, wenn der Roboter gerade in Betrieb ist. Das Modula Twin Maxi IML-System, wie es auch bei der Fakuma 2021 zu sehen war, in Aktion: Weitere Informationen: www.campetella.com |
Campetella Robotik Center s.r.l. , Montecassiano, Italien
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