| 06.03.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das französische Chemie- und Biotechnologieunternehmen Carbios und das deutsche Entsorgungsunternehmen Landbell wollen künftig im Bereich PET-Recycling kooperieren. Laut Pressemitteilung wurde Ende Februar eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Demnach planen beide Unternehmen die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Lösungen für die Sortierung, Aufbereitung und das enzymatische Recycling von PET-Abfällen. Konkret ist vorgesehen, dass Landbell ab 2026 die neue PET-Recyclinganlage von Carbios im ostfranzösischen Longlaville jährlich mit 15.000 Tonnen PET-Granulat aus Deutschland beliefert. Dabei sollen vor allem problematische Abfälle wie mehrschichtige und farbige PET-Schalen oder Polyester-Textilabfälle dem Recycling zugeführt werden. Landbell-Manager Uwe Echteler erklärte: "PET-Schalen werden aufgrund ihrer hervorragenden Barriereeigenschaften, Transparenz und Festigkeit in großem Umfang für Lebensmittelverpackungen verwendet. Allerdings stellen diese, insbesondere solche mit einer mehrschichtigen Struktur, derzeit eine Herausforderung für das mechanische Recycling dar. Das von Carbios entwickelte innovative Depolymerisationsverfahren erleichtert die Verwertung dieser PET-Abfälle zu hochwertigem recyceltem PET. Die Landbell Group und Carbios werden gemeinsam einen geschlossenen Recycling-Kreislauf für problematische PET-Abfälle etablieren, sodass unsere Kunden – Verpackungshersteller und Markenunternehmen – recycelte Materialien in Lebensmittelverpackungen verwenden und ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen können." Carbios errichtet am Standort Longlaville am Länderdreieck Frankreich-Luxemburg-Belgien eine Anlage für das biobasierte Recycling von 50.000 Tonnen PET-Abfall im Jahr. Genutzt wird dabei das von Carbios entwickelte Verfahren "C-Zyme" zur Depolymerisation von PET-Abfällen durch Enzyme. Gewonnen werden dadurch PTA- und MEG-Monomere für die Repolymerisation zu neuwertigem PET, das für verschiedene Anwendungen geeignet ist. Die Anlage entsteht in direkter Nachbarschaft zu einem PET-Werk des thailändischen Kunststoffkonzerns Indorama Ventures Ltd. (IVL), der als Partner von Carbios direkt an dem Projekt beteiligt ist. Die erforderlichen Investitionen werden mit 230 Mio. EUR beziffert, die Fertigstellung der Anlage ist bis Ende 2025 geplant (siehe auch plasticker-News vom 27.10.2023). Der aktuellen Aussendung zufolge ist durch die geplante Kooperation mit Landbell die Rohstoffversorgung des Komplexes in Longlaville zu mehr als 70 Prozent gesichert. Zuvor hatte Carbios bereits entsprechende Vereinbarungen mit dem französischen Verwertungssystem Citeo und mit dem Projektpartner IVL abgeschlossen. Weitere Informationen: www.landbell.de, www.carbios.com |
Carbios, Clermont-Ferrand, Frankreich + Landbell AG, Mainz
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