| 27.03.2024, 14:12 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Semperit Gruppe hat sich im Geschäftsjahr 2023 in einem herausfordernden Marktumfeld mit hoher Inflation und schwacher Konjunktur gut behauptet. So wurde ein Umsatz von 721,1 Mio. Euro erwirtschaftet, der um 7,5 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Frühzeitig eingeleitete Kostensenkungsprogramme wirkten sich bereits mit 5,8 Mio. Euro positiv auf das Ergebnis aus. Die fortgeführten Geschäftsbereiche erwirtschafteten ein um Einmalaufwendungen bereinigtes EBITDA von 81,7 Mio. Euro (-14,7 Prozent) bzw. ein unbereinigtes EBITDA von 71,8 Mio. Euro (-28,5 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen war mit 24,9 Mio. EUR positiv, während der Verlust aus dem inzwischen verkauften Medizingeschäft das Ergebnis erwartungsgemäß deutlich belastete. Das Ergebnis nach Steuern betrug daher -17,1 Mio. Euro. „Das Geschäftsjahr 2023 war ereignisreich und zugleich prägend für Semperit, denn es markiert unsere Neuaufstellung als Elastomer-Spezialist rein für den industriellen Bereich. Die wichtigsten Meilensteine dabei waren der Verkauf des Medizingeschäfts (siehe auch plasticker-News vom 16.12.2022) sowie die Übernahme des Flüssigsilikon-Spezialisten Rico (siehe auch plasticker-News vom 01.08.2023), der unsere Produktpalette komplementär und in attraktiven Märkten ergänzt“, sagt Semperit-CEO Karl Haider. „Die Semperit-Gruppe ist somit schlagkräftig aufgestellt, um ihre Position als führender Anbieter von fortschrittlichen und nachhaltigen Elastomer-Produkten und -Lösungen weiter auszubauen.“ „Das wirtschaftliche Umfeld war 2023 fordernd, aber unsere Kostensenkungen greifen. Darüber hinaus haben wir in unsere organischen Wachstumsprojekte investiert. Dazu zählt die Errichtung einer hochautomatisierten, weiteren Hydraulikschlauchproduktion an unserem Standort im tschechischen Odry, bereits jetzt Europas größte Schlauchfabrik, mit der wir eine neue Benchmark bei der Kostenführerschaft setzen und unsere Wettbewerbsfähigkeit als globaler Top-Player stärken. Im Flüssigsilikonbereich investieren wir in Thalheim in zusätzliche Kapazitäten und damit auch in unseren technologischen Vorsprung bei Spritzgusswerkzeugen und Automatisierung.“ Solide Finanzbasis und Ausblick Die Semperit Gruppe verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 45,3 Prozent, einer Nettofinanzverschuldung von 115,2 Millionen Euro und liquiden Mitteln von 112,7 Millionen Euro über eine robuste Bilanz und Finanzbasis. Für die kommenden Monate geht Semperit von einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld aus. Für die Division Semperit Industrial Applications wird kurzfristig keine wesentliche Nachfragebelebung erwartet, da der Abbau der erhöhten Lagerbestände bei den Kunden voraussichtlich bis ins erste Halbjahr 2024 andauern wird. Darüber hinaus ist die Nachfrage relevanter Kundenindustrien (u.a. Bau- und Landmaschinen) weiterhin rückläufig bzw. zeigt noch keine Erholung. Für die Division Semperit Engineered Applications hingegen sollte die gute Nachfrage aus der Bergbau-, Gesundheits- und Lebensmittelindustrie sowie aus dem Bahnbereich anhalten. Vor diesem Hintergrund und den eingeleiteten Kostenmaßnahmen wird für 2024 ein EBITDA von rund 80 Mio. Euro erwartet. Weitere Informationen: www.semperitgroup.com |
Semperit AG Holding, Wien, Österreich
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