| 22.07.2024, 10:32 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Forschungsprojekt präziSort" entwickelt und validiert mit Sort4Circle" eine einstufige Sortiertechnologie, die eine CO2-effiziente Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe und andere Materialien ermöglichen soll. Das Freiburger Technologieunternehmen Polysecure, das sich auf Innovationen für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft spezialisiert hat, und die Hochschule Pforzheim wollen gemeinsam eine neue Sortiertechnologie für das Recycling von Kunststoffen und anderen Materialien entwickeln: Sort4Circle" heißt der Ansatz, der aus konsequenter Forschung und Entwicklung entstanden ist und nun in Freiburg als Pilotanlage demonstriert werden soll. In dem Entwicklungsvorhaben, das vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Förderlinie Invest BW mit insgesamt 1,5 Millionen Euro finanziell unterstützt wird, ist auch die landeseigene Umwelttechnik BW GmbH als assoziierter Partner beteiligt, um neben der technischen Entwicklung auch die Marktnähe und Verwertung der Ergebnisse zu unterstützen. Ziel des Entwicklungsvorhabens ist es, die Verwertungsquote von Kunststoffabfällen deutlich zu erhöhen. Die patentierte „Sort4Circle“-Technologie soll sich grundlegend von bisherigen Sortierverfahren unterscheiden, die vor allem auf Verpackungskunststoffe und die Konzentration auf wenige Materialgruppen ausgerichtet sind. „Sort4Circle“ soll dagegen erstmals eine schnelle und präzise Identifikation einzelner Verpackungen und deren direkte Zuordnung zu hochreinen und damit gut verwertbaren Materialgruppen ermöglichen. Dazu setzt die Technologie drei zentrale Innovationen um: Die Pilotanlage ermöglicht eine kontinuierliche Vereinzelung der Objekte, kombiniert mit einer präzisen Detektion und zielgenauen Ablage der Objekte. Ein neu entwickeltes Detektormodul erfasst gleichzeitig die Verpackungsmerkmale wie Farbe und Bild jedes Objektes, aber auch die Materialien mittels Nahinfrarottechnik und weitere Trennmerkmale wie fluoreszierende Markersubstanzen, was eine zuverlässige Sortierung in sortenreine Fraktionen ermöglichen soll. Damit wird auch der Ansatz des von Polysecure patentierten Tracer-Based-Sorting (TBS) weiterverfolgt, bei dem Fluoreszenzadditive eingesetzt werden, um eine zuverlässige Identifikation der Objekte unabhängig von ihrer Beschaffenheit zu gewährleisten. Polysecure wird die Pilotanlage entwickeln und bauen. Die Hochschule Pforzheim generiert in diesem Rahmen wirtschaftliche, technische und ökologische Daten für die Kreislaufführung der Kunststoffströme. Darüber hinaus führt das Projektkonsortium eine deutschlandweite Erfassungs- und Sortierstudie durch, um die Qualität und Quantität der anfallenden Kunststoffabfälle zu analysieren und grundlegende Auslegungsdaten für die Weiterentwicklung des „Sort4Circle“-Verfahrens zu generieren. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms Invest BW - Innovation II gefördert und läuft von Oktober 2023 bis September 2025. Weitere Informationen: www.polysecure.com, www.hs-pforzheim.de |
Polysecure GmbH, Freiburg + Hochschule Pforzheim, Pforzheim
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