| 14.04.2025, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der japanische Chemiekonzern Teijin trennt sich vom Automobilzuliefergeschäft in Nordamerika. Laut Pressemitteilung vereinbarte die Konzerntochter Teijin Holdings USA Ende März den Verkauf des Unternehmens Teijin Automotive Technologies NA (TAT-NA) an die zur Münchner Investmentgruppe Aurelius gehörende Gesellschaft Stork BiCo. Zum finanziellen Volumen und zu weiteren Einzelheiten des Deals wurden keine Angaben gemacht. Mit dem Abschluss der Transaktion wird im Mai dieses Jahres gerechnet. TAT-NA entwickelt Verbundwerkstoffe und Komponenten für die Automobilindustrie, der Schwerpunkt liegt dabei auf Materialien auf der Basis von Carbonfasern. Das Unternehmen hat seine Zentrale in Auburn Hills bei Detroit im US-Bundesstaat Michigan und beschäftigt an 14 Standorten in den USA und Mexiko insgesamt mehr als 4.500 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2023/24 verbuchte TAT-NA einen Nettoverlust von 164 Mio. USD aus Umsätzen in Höhe von 1,082 Mrd. USD. Teijin begründet den Verkauf des Kfz-Zuliefergeschäfts in Nordamerika mit einer Reihe externer Faktoren, wie der Covid-19-Pandemie, den gestiegenen Arbeitskosten infolge hoher Inflation und dem Arbeitskräftemangel. Insgesamt habe TAT in Nordamerika nicht die erwartete Rentabilität erreicht. Das Zuliefergeschäft in Europa will der Konzern der Aussendung zufolge jedoch weiter ausbauen. Aurelius sieht hingegen langfristige Wachstumschancen für TAT-NA. Der Chef der New Yorker Niederlassung der Gruppe, Stephan Mayerhausen, erklärte: "Teijin Automotive Technologies NA kann auf eine lange Tradition als Zulieferer für die wichtigsten Unternehmen der nordamerikanischen Automobilindustrie zurückblicken. Wir sind besonders stolz auf diese Akquisition, da es sich um unsere erste Transaktion handelt, die von unserem kürzlich eröffneten Büro in New York aus beraten wird. Unser Team wird sich unter anderem darauf konzentrieren, eine Reihe von Wertschöpfungsinitiativen im gesamten Netzwerk der Produktionsstandorte umzusetzen und gleichzeitig die operative Exzellenz durch verbesserte Qualität und Effizienz zu fördern." Die in Osaka ansässige Teijin-Gruppe ist mit rund 170 Tochtergesellschaften und etwa 22.000 Mitarbeitern in 20 Ländern präsent. Der Konzern produziert neben Verbundwerkstoffen u.a. Polyesterfasern, Aramid- und Carbonfasern, Kunststoffharze und Folien und ist außerdem mit weiteren Sparten auch in der Arzneimittelherstellung und der IT-Entwicklung aktiv. Weitere Informationen: |
Teijin, Osaka, Japan
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