| 02.03.2026, 10:08 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Zum 1. März 2026 legt Michael Carus, Gründer und langjähriger Geschäftsführer des nova-Instituts, seine Leitungsfunktion im Geschäftsbereich Renewable Carbon nieder. Die Nachfolge übernimmt Lars Börger als CEO (siehe auch plasticker-News vom 31.03.2025) gemeinsam mit COO Linda Engel. Carus bleibt dem Unternehmen als Gesellschafter und Senior Advisor erhalten. Der Führungswechsel erfolgt nach einer einjährigen Übergangsphase. Mit der Übergabe endet eine mehr als 30-jährige Tätigkeit von Carus in der operativen Leitung des Forschungs- und Beratungsinstituts. Seit der Gründung im Jahr 1994 entwickelte sich das nova-Institut von einem sechsköpfigen Start-up zu einer international tätigen Einrichtung mit rund 50 Mitarbeitenden. Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Transformation der Chemie-, Kunststoff- und Materialindustrie hin zu erneuerbaren Kohlenstoffquellen. Carus, promovierter Physiker aus Köln, war vor der Gründung des Instituts unter anderem im IT-Bereich, im Wissenschaftsjournalismus, in der Solartechnik sowie bei einem Umweltinstitut tätig, wo er die Abteilung Ressourcen leitete. Früh setzte er sich für die industrielle Nutzung von Biomasse im Bau- und Automobilsektor sowie in der Kunststoff- und Chemieindustrie ein. Später wurden auch Konzepte zur Nutzung von CO₂ (Carbon Capture and Utilisation, CCU) und zum Recycling in die Arbeiten integriert. In diesem Kontext prägte das Institut die Begriffe „Renewable Carbon“ und „Defossilisierung“, die den Ersatz fossiler Rohstoffe durch biogene, CO₂-basierte oder recycelte Kohlenstoffquellen beschreiben. Neben seiner Tätigkeit beim nova-Institut engagierte sich Carus in verschiedenen Funktionen auf europäischer Ebene. Er war Managing Director der European Industrial Hemp Association (EIHA) und Mitglied zahlreicher Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission im Bereich Bioökonomie. 2020 initiierte er die Renewable Carbon Initiative, ein Netzwerk von inzwischen rund 80 Unternehmen, das sich mit der Umstellung von fossilem auf erneuerbaren Kohlenstoff befasst. Seit 2021 verantwortet er zudem die Renewable Materials Conference, die jährlich 400 bis 500 internationale Teilnehmende versammelt und 2026 vom 22. bis 24. September in Siegburg stattfindet. Mit Lars Börger übernimmt ein Manager mit internationaler Industrieerfahrung die Leitung des Geschäftsbereichs Renewable Carbon. Börger war zuvor in leitenden Positionen bei BASF in Deutschland und China sowie bei Neste in Finnland tätig und gehörte dem Vorstand von European Bioplastics an. Gemeinsam mit COO Linda Engel wird er die strategische und operative Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs verantworten. Das nova-Institut gliedert sich in drei Geschäftsbereiche, die bislang von vier Geschäftsführern geführt wurden: Michael Carus, Lars Börger, Linda Engel und Dirk Schubert. Mit dem Ausscheiden von Carus aus der Geschäftsführung reduziert sich die Zahl der operativ tätigen Geschäftsführer entsprechend. Carus bleibt Gesellschafter des Unternehmens und übernimmt künftig beratende Aufgaben, unter anderem im neu ausgerichteten Bereich Renewable Feedstock. Das Institut unterstützt mit einem interdisziplinären Team internationale Forschungs- und Innovationsprojekte sowie Unternehmen, Verbände und politische Entscheidungsträger. Im Mittelpunkt stehen Analysen zu technologischen Optionen, Rohstoffverfügbarkeit, Nachhaltigkeit, regulatorischen Rahmenbedingungen, Marktpotenzialen und Wirtschaftlichkeit. Ziel ist die Entwicklung von Strategien für den Übergang von fossilen zu erneuerbaren Kohlenstoffquellen in der industriellen Praxis. Weitere Informationen: nova-institut.de, renewable-carbon.eu |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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