| 06.05.2026, 15:49 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Jokey Group und die Remondis-Gruppe haben im Ruhrgebiet ein Pilotprojekt zur gezielten Sammlung gebrauchter PP-Lebensmittelverpackungen gestartet. Ziel der gemeinsamen Initiative ist der Aufbau eines geschlossenen Materialkreislaufs für Polypropylen-Eimer aus dem gewerblichen Lebensmittelbereich. Das aus den Verpackungen gewonnene Rezyklat soll perspektivisch wieder für neue Verpackungen mit Lebensmittelkontakt eingesetzt werden. Im Rahmen des Pilotprojekts werden gebrauchte PP-Eimer unter anderem in Großküchen und bei Lebensmittelherstellern gesammelt. Die Verpackungen werden typischerweise für Produkte wie Molkereierzeugnisse oder Saucen verwendet. Durch die gezielte Rückführung sollen definierte und kontrollierte Stoffströme entstehen, die eine wesentliche Voraussetzung für ein hochwertiges Recycling und einen späteren Einsatz des Materials in kontaktsensitiven Anwendungen darstellen. PP-Verpackungseimer gelten für einen solchen Kreislauf als grundsätzlich geeignet, da sie in der Regel aus Monomaterial bestehen, gut sortierbar und robust sind sowie vollständig restentleert werden können. Zudem fallen sie häufig in vergleichsweise homogenen Anwendungen an. Diese Eigenschaften erleichtern die Aufbereitung und schaffen die Grundlage für eine materialtechnisch kontrollierbare Kreislaufführung. Die Aufgaben im Projekt sind entlang der Wertschöpfungskette verteilt. Remondis übernimmt insbesondere Sammlung, Sortierung und Aufbereitung der Kunststoffabfälle und stellt daraus Recyclingrohstoffe her. Jokey bringt seine Erfahrung im Einsatz von Rezyklaten in der Verpackungsproduktion ein und soll das aufbereitete Material anschließend wieder in neuen Kunststoffverpackungen einsetzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Qualitätssicherung und Produktsicherheit. Der Recyclingprozess wird durch eine externe wissenschaftliche Einrichtung begleitet. Zudem wird der erzeugte Recyclingrohstoff in unabhängigen Laboren geprüft. Die Projektpartner stehen darüber hinaus mit beteiligten Lebensmittelherstellern in technischem Austausch, um die einzelnen Prozessschritte weiterzuentwickeln, zu validieren und auf eine mögliche industrielle Umsetzung auszurichten. Parallel zu den technischen Arbeiten wurden regulatorische Schritte eingeleitet. Der eingesetzte Recyclingprozess wurde als „Novel Technology“ bei der Europäischen Kommission sowie bei den zuständigen nationalen Behörden eingereicht. Ziel ist die Anerkennung des Verfahrens für den Einsatz in Materialien mit Lebensmittelkontakt innerhalb der Europäischen Union. Perspektivisch soll auch für Märkte außerhalb der EU lebensmitteltaugliches Rezyklat hergestellt werden. Das Projekt steht auch im Zusammenhang mit den Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Diese sieht für kontaktsensitive Kunststoffverpackungen ab 2030 Mindestanteile an Rezyklat vor. Für die Umsetzung solcher Anforderungen sind geeignete Sammelstrukturen, technisch belastbare Recyclingprozesse, Qualitätssicherung und regulatorische Freigaben zentrale Voraussetzungen. Jokey und Remondis planen, das Pilotprojekt zu einer breiter angelegten Branchenlösung für die Rücknahme und hochwertige Verwertung von PP-Lebensmitteleimern weiterzuentwickeln. Weitere Unternehmen aus Lebensmittelwirtschaft, Verpackungsindustrie und Recyclingbranche sollen in den Ausbau des Kreislaufs einbezogen werden. Weitere Informationen: www.jokey.com, www.remondis.de |
Jokey SE, Wipperfürth + Remondis SE & Co. KG, Lünen
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