| 06.08.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Das Mitsubishi Research Institute (MRI) hat in Japan ein branchenübergreifendes Demonstrationsprojekt für das Recycling flexibler Kunststoffverpackungen gestartet. An dem im Auftrag des japanischen Umweltministeriums durchgeführten Vorhaben beteiligen sich neun Unternehmen aus der Chemie-, Druck-, Verpackungs- und Kunststoffindustrie. Im Mittelpunkt steht ein kooperatives Plattformmodell, über das mehrere Unternehmen Recyclinganlagen und Aufbereitungstechnologien gemeinsam nutzen könnten. Erprobt werden insbesondere Verfahren zum Ablösen der einzelnen Schichten von Verbundfolien sowie zur Entfernung von Druckfarben und Klebstoffbestandteilen. Ziel ist es, die Voraussetzungen für den industriellen Einsatz dieser Technologien zu untersuchen. Dabei sollen die Qualität der gewonnenen Rezyklate, die Wirtschaftlichkeit der Aufbereitung und die Versorgungssicherheit miteinander verglichen werden. Zusätzlich wollen die Projektpartner die Rollenverteilung und Zusammenarbeit entlang der gesamten Prozesskette von der Sammlung bis zum erneuten Einsatz des Kunststoffs analysieren. Für die Versuche werden mehrere gemeinsam definierte Muster flexibler Kunststoffverpackungen verwendet. Die von verschiedenen Unternehmen entwickelten Trenn- und Deinking-Verfahren sollen unter vergleichbaren Bedingungen getestet und bewertet werden. Nach Angaben des MRI bestehen beim Recycling flexibler Verpackungen weiterhin erhebliche technische und wirtschaftliche Hürden. Insbesondere mehrschichtige Folien, Druckfarben und Klebstoffe erschweren die Herstellung hochwertiger Rezyklate. Einzelne Unternehmen könnten die dafür benötigten Anlagen häufig nicht wirtschaftlich auslasten. Durch die gemeinsame Nutzung von Technik und Infrastruktur sollen Kosten gesenkt, größere Materialmengen gebündelt und gleichmäßigere Rezyklatqualitäten erreicht werden. An dem Projekt beteiligen sich RM Tohcello, Kyoeisha Chemical, Zacros, Dai Nippon Printing, Toyo Seikan, Toppan, Howa Sangyo, Hosokawa Yoko und Mitsubishi Chemical. Das Mitsubishi Research Institute übernimmt die Gesamtkoordination sowie die Auswertung der Ergebnisse. Toppan beteiligt sich sowohl als Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien als auch als Entwickler von Trenn- und Deinking-Technologien. Das Unternehmen stellt Versuchsmaterialien und technisches Know-how bereit und wirkt an der Bewertung der Recyclingversuche mit. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen die Bedingungen für den Betrieb einer gemeinsamen Recyclingplattform ermittelt werden. Außerdem wollen die Beteiligten offene Fragen zur Kommerzialisierung, zur Übertragung des Modells auf weitere Anwendungen sowie zur zukünftigen Ausgestaltung der japanischen Kunststoff-Kreislaufpolitik untersuchen. Das Projekt ist Teil einer vom japanischen Umweltministerium beauftragten Untersuchung zur Weiterentwicklung der nationalen Kunststoff-Kreislaufstrategie. Weitere Informationen: www.mri.co.jp |
Mitsubishi Research Institute, Tokio, Japan
» insgesamt 1 News über "MRI" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mürdter: Spritzgießer beendet Insolvenzverfahren
Polymer Service Merseburg: Kapazitätserweiterung für Langzeitprüfungen an Kunststoffen
PPWR gilt ab heute: Neues EU-Verpackungsrecht startet
„Kollekt“: Forschungsprojekt für recyclingfähige Fahrzeugbeleuchtung gestartet
Polymer-Gruppe: Großbrand zerstört Lagerhalle in Pferdsfeld
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Meist gelesen, 10 Tage
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Plastika Kosovo: Recyclingbetrieb startet nach Großbrand neu mit verdoppelter Kapazität
Polymer-Gruppe: Großbrand zerstört Lagerhalle in Pferdsfeld
Hexpol: Schweden übernehmen italienischen Compoundeur Vipa
PPWR gilt ab heute: Neues EU-Verpackungsrecht startet
SKZ: Neue Haitian-Spritzgießmaschine für die Fachkräftequalifizierung
Meist gelesen, 30 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Krones: Übernahme der Wiro Präzisions-Werkzeugbau GmbH
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|