| 12.02.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Olympischen Winterspiele in Vancouver beginnen: In 86 Wettbewerben kämpfen Athletinnen und Athleten aus rund 80 Nationen nun um Gold, Silber und Bronze. Mit dabei ist immer auch der Werkstoff, der sicher nicht nur aus Sicht des PlasticsEurope Deutschland e.V. das Olympische Motto "schneller, höher, weiter" mit Leben erfüllt: Kunststoff. Vielleicht noch mehr als bei den Olympischen Sommerspielen spielt in Vancouver auf Eis und Schnee das eingesetzte Material querbeet in allen Sportarten eine entscheidende Rolle. Nicht nur im alpinen Skizirkus ist längst eine wahre Materialschlacht entbrannt. Kein Wunder, geht es doch nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern für fast alle Sportlerinnen und Sportler um den größten Erfolg ihrer Karriere, um Gold bei Olympia. In der Abfahrt der Damen etwa wird seit einigen Wochen heiß diskutiert, ob die Deutsche Maria Riesch gegen das US-Ass Lindsey Vonn in der Abfahrt überhaupt eine echte Gold-Chance hat. Dahinter stehen nicht nur Fragen des sportlichen Könnens oder der Tagesform, sondern schlicht auch das verwendete Material: Vonn fährt einen härteren, steiferen, schwerer zu kontrollierenden Herrenski, der aber eben auch schneller ist. Das bringt ihr einen Vorteil, der, so die überwiegende Meinung im deutschen Lager, kaum zu egalisieren sein wird. Alpinski bestehen aus einem Sandwich unterschiedlicher Materialien. Kunststoff ist dabei unerlässlich und direkt für die Performance verantwortlich. So besteht zum Beispiel der Belag auf der Unterseite selbstredend aus einem Kunststoff, der sich dadurch auszeichnet, dass er besonders gut gleitet. Um speziell beim Skilanglauf die Gleitfähigkeit der Laufflächen noch zu verbessern, kann man heute sogar je nach Schneebeschaffenheit und Temperatur verschiedene Kunststoffe aufkleben. Auch beim Biathlon, der populären Kombination des Skilanglaufs mit dem Schießen, ist Kunststoff mit dabei - und zwar nicht nur bei den Skiern und den Stöcken, sondern auch bei Gewehren, deren Schäfte heute gerne aus Carbon gefertigt werden. Der gleiche (Kunst-)Stoff macht übrigens auch Zweier- wie Viererbobs so windschlüpfrig und schnell. Es sind nämlich in der Tat Kunststoff-Zigarren, die demnächst durch die Eisrinne von Vancouver jagen werden. Auch hier gilt wie in allen Sportarten, dass auch mit dem besten Material niemand gewinnt, der keine gute Leistung bringt. Doch sind zwei Bobteams gleichwertig, ist es das Material, das über Sieg oder Niederlage entscheidet. Mit einem schlechten Schlitten schafft es niemand auf die Medaillenränge. Doch nicht nur bei Ski, Snowboard, Rodeln und Bob spielt Kunststoff eine zentrale, oft eine entscheidende Rolle. Auch eine Sportart wie Eishockey wäre heute ohne polymere Werkstoffe kaum denkbar. Wenn die Kufen-Künstler dem Hartgummipuck hinterher jagen, sind sie mit - durch die Regeln vorgeschriebenem - Bein-, Brust- und Ellbogenschutz sowie Kunststoff-Helm bestens geschützt. Und eine gute Nachricht für alle Freizeit-Sportler gibt es auch: Viele der Kunststoff-Entwicklungen für den Leistungssport finden schnell ihren Weg in den Amateurbereich. So sind heute an allen Skihängen der Welt leistungsfähige Carvingski und schützende Helme ebenso ein gewohntes Bild wie modische und funktionale Skibekleidung, von der Unterwäsche bis zu Jacke, Hose und Handschuhen - alles aus Kunstfasern, die auch bei Minusgraden trocken und warm halten. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e. V., Frankfurt am Main
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