| 28.09.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In der Schweiz liegt das Sammeln von PET-Flaschen in den Händen des Vereins PET-Recycling Schweiz (PRS, www.prs.ch), welcher 84% des Marktes abdeckt. Finanziert wird dies durch einen vorgezogenen Recyclingbeitrag von 4 Rappen auf den Kaufpreis der PET-Getränkeflasche. Derzeit finden rund 76% der Flaschen den Weg zurück in die über 20.000 landesweit verteilten Sammelstellen, gelangen von dort per Lastwagen in eines der sechs Logistikzentren. Darauf werden sie - teils noch manuell - nach Farbe und Qualität sortiert und zu bis 300 kg schweren Pressballen verarbeitet. Um das Volumen der PET-Flaschen und somit auch Raum und Kosten weiter reduzieren zu können, wurde vom Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion (www.ipek.hsr.ch) an der Hochschule Rapperswil, die neuartige PET-Flaschenpresse entwickelt. Der „PET-Squeezer“ presst die vom Konsumenten eingeworfene Flasche über einen 1,5 kW Asynchronmotor mit einer Kraft von 6.500 N zusammen und hält sie im Pressraum komprimiert. Ein Hauptantrieb sowie sechs Nebenantriebe bewegen die Maschine, die über 20 Sensoren gesteuert wird. Kurvenscheiben und Bowdenzüge wandeln die rotativen Bewegungen in translatorische und übertragen sie an die entsprechenden Stellen des Gerätes. Steuerung und Regelung erfolgen mit einer Achssteuerung, bestehend aus der Hauptsteuerung, vier über CAN Open verbundene Ein-/Ausgangsmodule sowie einem GSM-Modul. Diese Hardware und die am IPEK entwickelte dazugehörige Software garantieren einen sicheren Prozessablauf. „Innovative Zutaten sind das am IPEK entwickelte Programm zur Fehlerbehandlung und die Kommunikation via SMS“, erklärt Institutsleiter Professor Alex Simeon. „Ist nämlich der Pressraum nach rund 250 Flaschen gefüllt, wird der komprimierte Inhalt in Form eines kompakten Würfels gebunden und das Bedienpersonal via SMS über die nötige Leerung informiert. Sollte eine Störung auftreten, geht automatisch eine Nachricht an die externe Servicefirma, die den Unterhalt der PET-Presse betreut.“ Alle Meldungen werden statistisch erfasst, ausgewertet und Maβnahmen daraus abgeleitet. Seit Sommer 2004 stehen sechs halbautomatische Prototypen bei Schweizer Supermärkten im Einsatz. Damit kann der praktische Einsatz geprüft und im Hinblick auf die geplanten weiteren 50 Maschinen optimiert werden. Allein der Schweizer Markt bietet ein Potenzial von rund 400 Maschinen. „Gegenüber heute verkleinert der PET-Squeezer das Sammelvolumen um fast 80%, was die Kosten spürbar senkt“, so René Herzog, PRS-Chef. „Dies reduziert das Lagervolumen der Supermärkte. Statt unförmiger Riesensäcke erhalten wir dank der PET-Flaschenpresse kompakte, stapelbare Würfel, die auf Rollpaletten rasch und leicht für den Transport in die Sortiercenter bereitstehen.“ Dies bringt nebst den Einsparungen bei der Logistik auch mehr Annehmlichkeiten für das Bedienpersonal des Handels. |
Institut für Produktdesign, Entwicklung und Konstruktion, Hochschule Rapperswil, Rapperswil/Schweiz
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