| 27.09.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Laut einer aktuellen Marktstudie des nova-Instituts (www.nova-institut.de), konnte sich der Einsatz von Naturfasern in der deutschen Automobilproduktion im Jahr 2003 trotz Konjunkturschwäche und hohem Preisdruck gut behaupten und in einigen Bereichen sogar weiter steigen. Die Verwendung von Verbundwerkstoffen mit den Verstärkungsfasern Flachs, Hanf, Jute, Kenaf und Sisal wuchs von 2002 auf 2003 um knapp 5% auf 45.000 t. Diese Werkstoffe werden vor allem in PKWs der Mittel- und Oberklasse in Türinnen- und Kofferraum-Verkleidungen eingesetzt und zeichnen sich durch hohe mechanische Belastbarkeit bei geringem Gewicht aus. Holzfaser-Verbundwerkstoffe kamen in 2003 auf 36.000 t und Werkstoffe mit Reißbaumwoll-Verstärkung auf 79.000 t, letztere vor allem in LKW-Fahrerkabinen. Alle Verbundwerkstoffe mit Naturfaserverstärkung kommen damit zusammen auf ca. 160.000 t, die sich aus 88.000 t Naturfasern und 72.000 t duro- und thermoplastischen Kunststoffen zusammensetzen. Pro Fahrzeug werden also - bei 5,5 Mio. in Deutschland im Jahr 2003 produzierten Fahrzeugen (PKW und LKW) - ca. 16 kg Naturfasern eingesetzt. Weitere Naturfasern werden in Kraftfahrzeugen als Dämmstoffe und zur Sitzpolsterung verwendet. Erstmalig fand im Jahr 2003 eine neue Verarbeitungstechnik Einzug in die automobile Serienproduktion: Der Naturfaser-Spritzguss mit Polypropylen-Matrix. Experten halten diese Technik aufgrund mechanischer Eigenschaften, Dichte und Preise für einen schlafenden Riesen - gerade auch außerhalb des Automobilbereichs. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie, die das nova-Institut für den Arbeitskreis Verstärkte Kunststoffe (www.avk-tv.de) durchgeführt hat. Eine kostenfreie Kurzfassung der Marktstudie sowie beide vollständigen Studien sind im Internet unter www.nachwachsende-rohstoffe.info/pdf erhältlich. |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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