| 11.06.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Werkstoffgruppe WPC (Wood Plastic Composite) wird vornehmlich für Produkte in Außenanwendung, z.B. Terrassendielen, verwendet. Um Kunden ein verlässliches Produkt anbieten zu können, werden deshalb möglichst exakte Lebensdauervorhersagen bezüglich der Witterungsstabilität der WPC-Produkte benötigt. Klassische Freibewitterungsuntersuchungen sind sehr zeit- und kostenaufwändig. Das Interesse an geeigneten zeitraffenden Laborbewitterungsmethoden ist deshalb sehr groß, kommentiert das SKZ diese Ausgangssituation. Zur schnelleren Bewitterungsuntersuchung wird z.B. in der WPC-Vornorm DIN CEN TS 15534, Teil 1-3 eine Laborbewitterungsmethode vorgeschlagen, die für Kunststoffe ausgelegt ist (nach DIN EN ISO 4892-2). Es sei allerdings nicht bekannt, wie gut diese Laborbewitterungsprüfung das Verhalten von WPC-Materialien in einer realen Freibewitterung simulieren könne. Für weitere Laborbewitterungsverfahren (z.B. nach DIN EN ISO 4892-3) sei der Zusammenhang zur natürlichen Freibewitterung ebenfalls nicht bekannt. Grundsätzlich sei das Freibewitterungsverhalten von WPC in der Literatur sehr wenig beschrieben und unterscheide sich zum Teil deutlich von dem der reinen Einzelkomponenten Holz bzw. Kunststoff. Deshalb will das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum im Rahmen eines vom BMWi geförderten Forschungsprojekts eine Methodik entwickeln, mit der das Witterungsverhalten von WPC in Freibewitterung durch zeitraffende Laborbewitterungstests geeignet nachgestellt werden kann. Anhand von unterschiedlichen mechanischen, analytischen und farbmetrischen Bewertungsmethoden sollen verschiedene Laborbewitterungsverfahren mit realen Freibewitterungstests verglichen werden. Mit diesen Tests und mit gezielten Untersuchungen zu den wichtigen Bewitterungsfaktoren Licht, Feuchtigkeit und Temperatur sollen die Bewitterungsparameter an die Bedürfnisse der Werkstoffgruppe WPC angepasst werden. Darüber hinaus sollen in diesem Projekt grundsätzliche Erkenntnisse zum witterungsbedingten Alterungsverhalten von WPC mit unterschiedlichen Matrixwerkstoffen (PE, PP und PVC), Holzfasergehalten und Stabilisierungssystemen gewonnen werden. Kontakt: Süddeutsches Kunststoff-Zentrum (SKZ) Kunststoff-Forschung und Entwicklung Dipl.-Ing. Thomas Kilian Tel. +49(0)931 4104-450 t.kilian@skz.de Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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