| 01.09.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das Resin Transfer Moulding (RTM) gilt als moderne Technik zur Realisierung polymerer Großbauteile. Luftfahrt-Industrie, Bootsbauer und Windflügel-Hersteller setzen das Injektionsverfahren ein, um daraus Glas- oder Kohlefaser verstärkte Formteile zu fertigen. Um die Methode aber auch für Forschungs- und Kleinserien-Projekte wirtschaftlich nutzbar zu machen, entwickelte Tartler eine kompakte 1-K-Injektionsanlage zur Verarbeitung des weit verbreiteten Präpolymers Hexflow RTM 6. Eigentlich ist das Resin Transfer Molding (RTM) ein Formgebungsverfahren für‘s große Ganze. Flugzeug- und Bootsbauer nutzen die Injektionstechnik beispielsweise, um damit mächtige Großbauteile aus Kunststoff zu fertigen, meist verstärkt mit Glas- oder Kohlefaser. Dank einer Neuentwicklung des hessischen Anlagenbauers Tartler lässt sich die innovative Technologie nun aber auch für die Produktion kleinerer Formteile und für den Einsatz in Forschungsprojekten nutzen. Dabei handelt es sich um eine mobile, kompakte 1-Komponenten-Systemlösung für die einfache Applikation des vorgemischten Epoxidharzes Hexflow RTM 6, einem der am häufigsten verwendeten Standard-Werkstoffe des Resin Transfer Moulding, teilt Tartler mit. Hohe Prozesssicherheit Die Tartler-Anlage ist maßgeschneidert für Ausstoß-Volumen von 0,05 bis 1,0 Liter pro Minute und bietet nach Herstellerangaben folgende Vorteile: Sie verfügt über einen eigenen, beheizten Materialbehälter mit integriertem Rührwerk und eine stufenlose Volumenstrom-Regelung. Das Präpolymer muss also nicht mehr – wie sonst üblich – zunächst in einem externen Topf aufgeschmolzen und dann von der unter Vakuum stehenden Form „angesaugt“ werden, sondern lässt sich direkt und exakt geregelt injizieren. Das soll einer Prozessoptimierung bei zugleich deutlich höherer Dosiergenauigkeit entsprechen. Der beheizte 5-Liter-Behälter der RTM-Dosieranlage von Tartler hält die Temperatur des viskosen Präpolymers konstant zwischen 120°C und 160°C. Mit Hilfe der Funktion Rezirkulation erfolgt vor der Injektion eine Systemprüfung und danach die Reinigung der Anlage. Die stufenlose Volumenstrom-Regelung erhöht die Flexibilität, indem sie den Ausstoß unterschiedlicher Materialmengen zu verschiedenen Zeitpunkten erlaubt. Zur Serienausstattung der Anlage gehören außerdem die Form-Drucküberwachung – sie ermöglicht die Steuerung des Injektionsdrucks – und die Protokollierung des Gießprozesses mit allen relevanten Parametern auf USB-Stick oder auch Online. Bedienung, Steuerung und Prozessvisualisierung erfolgen über einen modernen Touch-Screen. Optimale Harztränkung Das Resin Transfer Moulding wird als ein modernes Injektionsverfahren beschrieben zur Herstellung hoch belastbarer Kunststoffteile mit Glas- und Kohlefaser-Verstärkung. Bei der auch als Spritzpressen bezeichneten Methode wird ein flüssiges Epoxydharz in ein zuvor mit Fasermatten (Prewovens, Preforms) ausgekleidetes Formwerkzeug gepumpt. Unter einem Druck von bis zu 30 bar durchtränkt das Harz die eingelegte Matrix im geschlossenen und temperierten Formwerkzeug. Die neue Tartler-Anlage ermöglicht zum Erreichen einer optimalen Harztränkung und Formfüllung sogar ein Nachdrücken mit bis zu 60 bar, so Tartler weiter. Mit seiner RTM-Anlage bietet Tartler eine kompakte 1-K-Systemlösung zum geregelten und prozessoptimierten Einbringen von Präpolymeren in die evakuierte Form. Aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und ihrer Volumenleistungen soll sie bestens geeignet sein für die Herstellung kleiner und mittelgroßer Kunststoff-Bauteile im Klein- und Vorserien-Maßstab. Weitere Informationen: www.tartler.com |
Tartler GmbH, Lützelbach
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