| 27.09.2010 | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Das KTW Kunststofftechnik Waidhofen an der Thaya GmbH ist mit 370 Technikern und Werkzeugmachern an drei Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien ein Hersteller von Hochleistungs-Spritzgießwerkzeugen für den Verpackungsspritzguss, vor allem für Flaschenverschlüsse. Das Unternehmen fertigt nach eigenen Angaben rund 5.000 Kavitätensets pro Jahr.Auf der K 2010 ist KTW auf drei Messeständen präsent. Zusätzlich zum eigenen Messestand ist das Unternehmen mit Spritzgießwerkzeugen in Produktion auf den Messeständen der Maschinenhersteller Wittmann-Battenfeld und Sumitomo-Demag vertreten. Werkzeugbau mit Systemkompetenz Das österreichische Familienunternehmen stellt in Halle 1 am Stand A 10 sein umfassendes Leistungsangebot für den Verpackungsspritzguss vor. Die Präsentation dokumentiert den Wandel vom ausschließlichen Hersteller von "Verschluss-Werkzeugen" zum integrierten Technologie- und Systempartner. Aktuell reicht das Angebot von der Verschlussentwicklung inklusive der Abstimmung an die Abfüll- und Verschließanlagen, der Leistungsspezifikation für die Spritzgießanlagen, anwendungstechnischen Consulting-Leistungen bis zur Abwicklung von kompletten Turn-key Anlagen. Bei Spritzgießwerkzeugen sieht sich KTW vor allem dann als der richtige Partner, wenn Hochleistung mit hohen Fachzahlen kombiniert werden muss, sowohl für PET-Flaschenverschlüsse, als auch für auch für "Personal-Care-Produkte", d.h. Shampoo- und Lotionsverschlüssen mit Klapp- und Flip-Top-Verschlüssen oder Mehrfarb- bzw. Mehrkomponenten-Verschlüssen. Ergänzend soll auch der stetig wachsende Anteil an Multikavitäten-Werkzeugen für Medizintechnik-Komponenten erwähnt werden. In allen Fällen sei die Anwendung innovativer Technologien, wie zum Beispiel der "In-mould-Montage" auf Basis der Wendeeinsatz- oder der Würfeltechnik langjährige Praxis, natürlich auch hier mit hohen Fachzahlen. Neue Werkzeugkühlung von Ritemp Technologies Im Rahmen der Systempartnerschaften mit Kunden ist einer der Technologieschwerpunkte die Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion. Dazu zählen Maßnahmen zur Reduzierung der notwendigen Maschinenleistung zum Antrieb der Werkzeugbewegungen, z.B. durch die Minimierung und Kontrolle der inneren Reibung in Spritzgießwerkzeugen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Steigerung der Kühlungseffizienz durch die Entwicklung und Anwendung neuer Kühlverfahren. Dazu ist KTW eine exklusive Technologiepartnerschaft mit dem australischen Unternehmen Ritemp Technologies eingegangen. Auf der K 2010 präsentiert KTW gemeinsam mit Ritemp deren alternatives Kühlverfahren einer breiteren Öffentlichkeit. Das "Ritemp"-Verfahren arbeitet mit einem neuen Konzept zur Kühlwasserführung im Spritzgießwerkzeug. Alternativ zur Wärmeabfuhr über Kühlbohrungen wird hier die Wärme aus den Formkavitäten an konturfolgend angebrachte "Wassertaschen" abgeben. Diese "Wassertaschen" sind mit einer kalkulierten Wassermenge teilgefüllt, welche durch die von der Kavität abgegebenen Wärme, zum Verdampfen gebracht wird. Der Wasserdampf zirkuliert über ein kommunizierendes Kanalsystem zu einem gekühlten Wärmetauscher, wo er kondensiert und als Wasser wieder zu den Kavitäten zurückgeführt wird. Die Wasser-/Dampf-Kreisläufe im Werkzeug sind hermetisch geschlossen und zur Siedepunktreduzierung evakuiert. Im Wärmetauscher wird Wärme an eine externe Umlaufkühlung nach außen hin abgeführt (siehe Abb.). Erste Produktionsanwendungen, sowie eine Demo-Anlage auf dem Messestand sollen die Effizienz des Systems beweisen, das seine Vorteile vor allem bei der Beseitigung von "Hot Spots" in den Kavitäten und den damit zusammenhängenden Qualitätseinbußen ausspielen könne. KTW-Werkzeug produziert und montiert Speiseöl-Verschluss Auf dem Messestand von Wittmann-Battenfeld in Halle 16 Stand D 22 wird die simultane Produktion und Montage eines zweiteiligen, multifunktionalen Verschlusses für Speiseölflaschen innerhalb eines Spritzgießwerkzeugs demonstriert. Der Verschluss integriert sowohl eine Aufreißlasche zum Öffnen des Ausgießers, den Ausgießer mit integrierter Strömungsbremse und ein komplexes Dichtungssystem (siehe Abb.). Er besteht aus dem Basisteil aus weißem LDPE und der zugehörigen Schraubkappe aus PP. Zur Produktion wird ein 16+16-fach Etagenwerkzeug mit drei Öffnungsebenen und zwei "Spin-Stack"-Modulen in Kombination mit einer Spritzgießmaschine vom Typ Wittmann-Battenfeld HM MK 300/2250H/525V eingesetzt (siehe Abb.). Basisteil und Schraubkappe werden simultan in getrennten Formebenen hergestellt. Über die integrierten Spin-Stack Drehmodule in den Mittelplatten des Etagenwerkzeugs werden sie relativ zueinander so orientiert, dass während des nachfolgenden Schließhubs die Schraubkappen auf die Unterteile aufgesetzt und nach dem nächsten Öffnungshub ausgeworfen werden können - 16 fertig montierte Verschlusseinheiten alle 8,5 Sekunden. 72-fach Hochleistungswerkzeug für PET-Flaschen-Leichtverschluss Bei Sumitomo Demag in Halle 15 Stand D 22 wird ein 72-fach-Hochleistungswerkzeug für einen PET-Flaschen-Leichtverschluss (siehe Abb.) auf einer Sumitomo-Demag EL-Elexis SP 300/2500 in Produktion zu sehen sein. Die Eckdaten des Produktionsbeispiels: HDPE-Gewindeverschluss mit Originalitätsschutzring für "stille" Mineralwässer mit einem Artikelgewicht von 1,6 Gramm - Zykluszeit 2,6 Sekunden (!). Weitere Informationen: www.ktw-group.com K 2010, 27.10.–3.11.2010, Düsseldorf, Halle 1, Stand A10 Spritzgießwerkzeug in Prod. bei Wittmann-Battenfeld: H. 16, D 22 Spritzgießwerkzeug in Prod. bei Sumitomo Demag: H. 15, D 22 |
Kunststofftechnik Waidhofen an der Thaya GmbH, Waidhofen an der Thaya, Österreich
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