| 25.02.2011, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Vier Fünftel müssen importiert werden / Von Marcus Knupp Die Kunststoffproduktion in der Türkei hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr um 17,8% erhöht. Für 2011 erwartet der Fachverband PAGEV eine weitere Zunahme um 15%. Die Prozesskapazität, die 2010 rund 6,1 Mio. t erreicht hatte, wird Ende 2011 auf schätzungsweise 7 Mio. t angestiegen sein. Nach nur 414 Mio. US$ 2009 haben die türkischen Kunststoffhersteller 2010 etwa 558 Mio. US$ in neue Maschinen und Ausrüstungen investiert. Davon wurde ein Anteil von 81% aus dem Ausland bezogen. (Kontaktanschrift) Getragen von einer seit Jahren rasch zunehmenden Produktion von Kunststoffprodukten in der Türkei gibt es einen stetig hohen Bedarf an Kunststoff- und Gummimaschinen. Zwar hat sich auch die einheimische Fertigung von Maschinen und Ausrüstungen für diesen Sektor erhöht, kann die Nachfrage aber nur zu etwa einem Fünftel decken. Gebaut werden vor allem Extruder (24% Anteil an der gesamten Fertigung) und Maschinen zum Spalten und Schneiden (38%), daneben Komponenten und Ersatzteile (18%). Ein breites Spektrum von Abnehmerbranchen sorgt für eine relativ gleichmäßige Entwicklung der Kunststoffbranche. Das Fertigungsprogramm in der Türkei reicht von Plastikgeschirr über Baumaterialien und Teile für Bewässerungsanlagen bis zu Teilen und Komponenten für die Kfz- und Elektroindustrie. Insbesondere die Anforderungen der in hohem Maße exportorientierten Automobil- und Elektrobranchen machen die ständige Innovation und Modernisierung notwendig. Rund 6.000 Unternehmen beschäftigen sich in der Türkei mit der Herstellung von Kunststoffprodukten. Der weit überwiegende Teil davon sind kleine und mittelständische Firmen. Dies gilt ebenfalls für die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen, deren Zahl die Exportförderagentur Igeme mit circa 800 angibt. Sie sind schwerpunktmäßig in Istanbul und Izmir angesiedelt. Absatz von Kunststoff- und Gummimaschinen in der Türkei (Mio. US$) Knapp 30% der Einfuhren von Kunststoff- und Gummimaschinen in die Türkei stammen aus Deutschland. Dabei sind deutsche Hersteller in allen Produktkategorien gut vertreten. In der Liste der wichtigsten Lieferländer konnte sich die VR China 2010 an Italien vorbei auf den zweiten Platz vorschieben. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Österreich, die Schweiz und Südkorea. Immerhin etwa 40% der einheimischen Produktion werden exportiert. Die türkischen Ausfuhren von Kunststoff- und Gummimaschinen haben allerdings einen Wert von lediglich circa 16% der Einfuhren. Unter den Produktgruppen dominieren wiederum Extruder und Geräte zum Spalten und Schneiden von Werkstoffen. Die wichtigsten Zielländer sind Russland und Iran, gefolgt von Deutschland, Indien, Bulgarien und Kasachstan. Quelle aller Tabellen: PAGEV Kontaktanschriften: Türk Plastik Sanayicileri Arastirma, Gelistirme ve Egitim Vakfi (PAGEV, Stiftung der türkischen Kunststoffindustrie für Studien, Entwicklung und Ausbildung) Halkali Cad. 1327!; Tez-Is Merkezi, Kat: 4, 34295 Sefaköy - Istanbul Tel.: 0090 212/425 13 13, -14, -15; Fax: -624 49 26 pagev@pagev.prg.tr, www.pagev.org.tr Weiterführende Informationen |
Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, Berlin + Köln
» insgesamt 374 News über "Gtai" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|