| 24.06.2011, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Produkt- und Materialneuheiten als Wachstumstreiber Parallel zur wirtschaftlichen Erholung in der Industrie und im Handel steigen in den USA die Absatzchancen für den Kunststoff Polyethylen. Neben der günstigen Konjunktur sind Produkt- und Materialneuheiten treibende Faktoren, wodurch weiterentwickelte und verfeinerte Polyethylene in bislang wenig genutzte Anwendungsfelder (unter anderem in die Nanotechnologie) vorstoßen. Das Absatzniveau von 12,1 Mio. t (2010) dürfte sich laut Prognosen bis 2014 auf 14,4 Mio. t erhöhen. Die höchste jährliche Zuwachsrate (+4,6%) wird bis 2014 für HDPE (High-Density-Polyethylen) prognostiziert. Das bedeutendste Anwendungsgebiet stellen Hohlkörper aus Polyethylen dar, die im Blasformverfahren erzeugt werden. Neben Flaschen für die Molkereiwirtschaft und Getränkeindustrie gehören Behälter für Erzeugnisse der Haushaltschemie, aber auch Wasser- und Benzintanks sowie Rohre dazu. Dem HDPE folgt im Wachstumstempo LLDPE (Linear-Low-Density-Polyethyelene) mit einem durchschnittlichen Jahresplus von 4,3%. Das Marktvolumen würde demzufolge 2014 bei 5 Mio. t angelangen. Vor allem die Nutzung als Verpackungsfolie für Lebensmittel wird als Wachstumsmotor gesehen. Gleichzeitig laufen zur Weiterentwicklung von LLDPE die Forschungen auf Hochtouren, um die Widerstandsfähigkeit und Transparenz der Folien zu erhöhen. Die geringste Zuwachsrate entfällt mit 0,6% pro Jahr auf LDPE (Low-Denstity-Polyethylene). Das Marktvolumen dürfte 2014 rund 0,02 Mio. t erreichen. Zur Anwendung gelangt LDPE unter anderem in der Industrie als Verpackungsmaterial, als Folie sowie als Material für Flaschen- und Behälterverschlüsse. Die relativ geringen Zuwachsraten werden auf Verdrängungseffekte seitens LLDPE und HDPE, aber auch seitens anderer thermischer Kunststoffe zurückgeführt. Die Fortschritte in der Umwelttechnologie erweisen sich für die Kunststoffproduzenten als negativer Einflussfaktor. Denn in den USA werden Altkunststoffe inzwischen besser erfasst, eingesammelt und einer Wiederverwendung zugeführt als noch vor wenigen Jahren. Fortschritte beim Recycling von Kunststoffen werden insbesondere daher verstärkt vorangetrieben und benötigt, weil sich Polyethylen nicht auf natürlichem Weg abbaut und damit bei unsachgemäßer Entsorgung ein ökologisches Problem darstellen kann. Mit der Wiederverwendung wird zumindest teilweise für Abhilfe gesorgt. Quelle: The Freedonia Group, Inc. Zu den Herstellern von Polyethylen gehören große Chemie- und Mineralölkonzerne, darunter Exxon Mobile, Dow Chemical, DuPont, Westlake Chemical und Chevron Phillips Chemical. Unter den Konzernen mit ausländischen Kapitalanteilen befinden sich unter anderem BASF, LyondellBasell Industries, Formosa Plastics, INEOS Group, RRM Composites, Total, Saudi Basic Industries Corporation, Braskem, PolyOne und Palziv. * Veränderung bezieht sich auf Zeitraum Januar bis Juni 2011 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum Quelle: U.S. International Trade Commission Der Außenhandel mit Polyethylen entwickelt sich für die USA recht erfolgreich. So wurde 2009 mit einer exportierten Menge von 3,69 Mio. t in der Bilanz ein Überschuss von 2,35 Mio. t erzielt. Die bedeutendsten Abnehmerländer sind Mexiko, die VR China, Kanada und Brasilien. Allerdings wird bis 2014 auf Grund der Nachfrageentwicklung auf dem US-Markt mit einer raschen Zunahme bei den Einfuhren gerechnet. Hiervon können insbesondere Hersteller in Kanada, aber auch in Japan, Brasilien, Saudi Arabien, Deutschland, den Niederlanden und Japan profitieren. Weiterführende Informationen |
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