| 14.07.2011, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
LAMILUX ist es nach eigenem Bekunden als erstem Hersteller von faserverstärkten Kunststoffen gelungen, Carbonfaser-Kunststoff (CFK) in einem kontinuierlichen Flachbahn-Herstellungsverfahren und in Breiten bis zu 3,20 Meter zu produzieren. Damit sei das deutsche Unternehmen in der Lage, CFK in einem industriellen Großverfahren in Bahnen und Platten in Stärken von 1,0 bis 5,0 Millimeter zu fertigen - und dies zu einem "attraktiven Preis". "Die Bezugskosten und der hohe konstruktive Wert des CFKs für anspruchsvolle Leichtbau-Anwendungen stehen in einem hervorragenden Verhältnis", ist sich Diplom-Ingenieur Stefan Bachstein, Technologieleiter bei LAMILUX, sicher. Für das hochfeste Composite habe LAMILUX ein neues Epoxidharzsystem entwickelt. Es garantiere den untrennbaren Verbund aus Carbonfasern und Matrixharz, was zu einer herausragenden Zugfestigkeit des Hochleistungswerkstoffes führen soll. "Das Matrixharz nimmt Krafteinwirkungen auf und leitet sie in die verstärkenden, höchst belastbaren Carbonfasern ein", erläutert Stefan Bachstein. Ein Vergleich mit anderen Materialien, die beispielsweise als Deckschichten in den Wänden von LKW-Aufbauten eingesetzt werden, lohne sich: "CFK-Deckschichten haben im Vergleich zu Stahl- oder Aluminium-Deckschichten bei 30 bis 50 Prozent geringerem Gewicht eine drei- bis viermal höhere Zugfestigkeit." Während des kontinuierlichen Herstellungsprozesses - hierfür stehen LAMILUX drei mehr als 100 Meter lange, hochautomatisierte Produktionsstraßen zur Verfügung - können die Kohlenstofffasern als Gelege oder Gewebelagen in verschiedenen Grammaturen und mit uni, bi-, tri- oder weiteren multiaxialen Ausrichtungen in das Material eingearbeitet werden. Stefan Bachstein: "Für welche Ausrichtung wir uns entscheiden, hängt von der individuellen Anwendung und den Stabilitätsanforderungen ab" Zukunftsmaterial für den Leichtbau Die Maßgabe des Leichtbaus, über einen Werkstoff mit höchsten Festigkeiten bei gleichzeitig geringem Gewicht zu verfügen, werde nach Unternehmensangaben in allen Produktionsvarianten optimal erfüllt. "Wir haben hier ein Zukunftsmaterial, das vor allem in der Konstruktion von Fahrzeugaufbauten und Trailern sowie der eMobility, beispielsweise als Bodengruppen und Motorabdeckungen, sein Nutzenpotenzial ausspielen wird", sagt der LAMILUX-Technologieleiter. Ein großer, deutscher Lebensmitteldiscounter erprobe bereits seit einigen Monaten Kühlfahrzeuge, in deren Aufliegern das CFK von LAMILUX eingesetzt wird. Neben der Gewichtsersparnis bei gleichzeitig hoher Stabilität spiele hierbei auch die geringe Wärmeleitfähigkeit des Materials und damit die optimierte Isolation des Aufbaus eine bedeutende Rolle. Stabil, leicht und sehr beständig "Unser Material bildet die Deckschichten der Sandwichelemente für die Seitenwände", erläutert Stefan Bachstein. Bei der Herstellung bringe man für diesen Anwendungsbereich auf die Kunststoff-Bahnen noch eine versiegelnde Gelcoatschicht auf. "Damit schützen wir das Material vor der UV-Einstrahlung, machen es äußerst witterungsbeständig und verleihen ihm eine edle, glänzende Oberfläche." LAMILUX stelle mit dem carbonfaserverstärkten Kunststoff ein fertiges und sofort zu verarbeitendes sowie sehr stabiles und extrem leichtes Endprodukt für den Innen- und Außeneinsatz bereit. Weitere Informationen: www.lamilux.de |
Lamilux Heinrich Strunz GmbH, Rehau
» insgesamt 34 News über "Lamilux" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Festo: Verlagerung der Spritzgussfertigung in die Türkei
Arlanxeo: Deutsches Bundespatentgericht widerruft Batteriepatent von Zeon Corporation
Synthomer: Verkauf des Acrylat-Geschäft an Mutares
Meist gelesen, 10 Tage
VDI: Prof. Martin Würtele ist 52. „Kunststoffritter“
Rommel Formenbau: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Meist gelesen, 30 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Haitian: Produktionsstandort in Serbien stärkt Fertigung für Europa und die MEA-Region
Celanese: Preiserhöhungen für technische Kunststoffe
Kebo: Zusammenschluss mit Plastisud
Meist gelesen, 90 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|