| 27.07.2011, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das schwedische Unternehmen Innventia hat mit einem Industriekonsortium einen Holz-Polymer-Werkstoff aus Zellulosepulpe und PLA entwickelt. Unter dem Namen Durapulp will ihn das schwedische Unternehmen Södra im Herbst dieses Jahres bringen. Nach Angaben des entwickelnden Unternehmens basiert Durapulp vollständig auf nachwachsenden Rohstoffen, zeigt gute mechanische Eigenschaften, eine angenehme Haptik und kann in leuchtenden Farben eingefärbt werden. Angeboten werden soll das Material in Form von Zellulosekomposit-Ballen, die mit verschiedenen Technologien zu Endprodukten weiterverarbeitet werden können. Ein limitierender Faktor sei jedoch, dass es derzeit keinen praktikablen Produktionsprozess gibt, in dem das Material zu Granulaten für Spritzgießanwendungen verarbeitet wird. Das Forschungsvorhaben „Mouldpulp“ soll dies ändern. Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren einen Prozess zu entwickeln, mit dem Spritzgießteile gefertigt werden können, ohne die Materialcharakteristik zu ändern. Daran arbeitet ein multidisziplinäres Team aus Schweden, Finnland und Deutschland unter Leitung des Instituts Fraunhofer Umsicht. Der technische Ansatz des Projekts liegt in der Kombination des Durapulp Prozesses mit einem speziellen Compoundierprozess. Erreicht werden soll ein hoher Faseranteil im Composit, dazu ist eine schonende Compoundierung und eine homogene Faserverteilung zu gewährleisten. Anschließend wird das Granulat zu Prüfkörpern und technischen Teilen spritzgegossen, an denen die Material- und die Formteileigenschaften getestet und bewertet werden. Begleitet wird der Entwicklungsprozess von einer technisch-ökonomischen Bewertung und einer Umweltverträglichkeitsprüfung der Verarbeitungstechnologie. Das Projektkonsortium deckt die Wertschöpfungskette vom biobasierten Rohstoff bis zu den fertigen Konsumgütern ab und setzt sich aus den folgenden Forschungsinstituten, Material- und Anwendungsentwicklern, Rohmaterialherstellern und Kunststoffverarbeitern zusammen: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht, Oberhausen, Deutschland, Innventia AB, Stockholm, Schweden, Södra Skogsägarna Ekonomisk Förening, Väröbacka, Schweden, FKuR Kunststoff GmbH, Willich, Deutschland, Elastopoli Oy, Sastamala, Finnland, Hammarplast Consumer AB, Tingsryd, Schweden, und Nova-Institut GmbH, Hürth, Deutschland. Weitere Informationen: |
Innventia AB, Stockholm, Schweden
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