| 28.11.2011, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die ukrainische Interfoam plant über die in Estland registrierte Interfoam Holding AS einen Börsengang in Warschau. Die 1997 gegründete Interfoam ist laut Angaben im Wertpapierprospekt einer der ältesten und größten Hersteller von Polyurethanschaum (PUR) in der Ukraine. Sie verfügt über zwei Produktionsstätten in Kiew und im Gebiet Dnipropetrovsk sowie über ein landesweites Vertriebsnetzwerk. Die Rohstoffe werden u.a. aus Deutschland, den USA und Russland importiert. Interfoam stellt 12 verschiedene Typen von PUR-Schaumblöcken her, Hauptabnehmer ist die Möbelindustrie. In naher Zukunft will Interfoam auch in die Herstellung von Endprodukten wie Kissen und Matratzen einsteigen. Alleinaktionär von Interfoam ist bislang der Ukrainer Ihor Yakub über das auf den Britischen Jungferninseln registrierte Unternehmen ORES Company Ltd. Im Rahmen des IPO will Interfoam knapp 23,3 Mio. neue Aktien im Nennwert von 0,3 EUR ausgeben, was einem Anteil von 33% am erhöhten Grundkapital entspricht. Das Unternehmen rechnet bei Platzierung aller Aktien mit einem Nettoerlös von rund 18,2 Mio. EUR. Den Erlös will Interfoam für eine Steigerung ihrer Kapazität in der PUR-Schaum- und Matratzenproduktion einsetzen. Dabei ist der Neubau eines PUR-Schaumwerks in der Westukraine geplant, der Aufwand hierfür wird mit 7,85 Mio. EUR angegeben. Ferner will Interfoam in der Nähe eines ihrer bestehenden Produktionsstandorte (Kiew und Sinelnikovo) ein Matratzenwerk mit einer Kapazität von 480.000 Stück pro Jahr errichten. Damit will das Unternehmen einen Marktanteil von 15% erreichen, der binnen fünf Jahren auf 30% gesteigert werden soll. Die Investitionen in das Matratzenwerk werden mit 12,85 Mio. EUR veranschlagt. Als alternatives Szenario hierzu prüft Interfoam die Übernahme der auf Zypern ansässigen I.G.O. Foamline Ltd., der die PUR-Werke Foamline-Dnepr und Foamline-Zakhid in der Ukraine gehören. Hierfür rechnet Interfoam mit einem Preis von ca. 14,6 Mio. EUR. Einschließlich der geplanten Investitionen in die übernommenen Standorte belaufen sich die Kosten für das alternative Szenario auf 21,6 Mio. EUR. Interfoam erlebte von 2008 auf 2009 einen Umsatzeinbruch von 42 Mio. EUR auf 23,3 Mio. EUR, konnte sich im letzten Jahr aber wieder auf 39,8 Mio. EUR erholen. Der operative Gewinn ging von 2008 auf 2009 von 9,2 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR zurück und konnte im letzten Jahr auf 5,5 Mio. EUR gesteigert werden. Netto verdiente Interfoam letztes Jahr 5,5 Mio. EUR, nach 4,6 Mio. EUR 2009 und 9,1 Mio. EUR 2008. Der Zeitplan sieht das Bookbuilding für institutionelle Investoren bzw. die Zeichnungsfrist für Privatanleger für 29. November bis 1. Dezember vor, die Bekanntgabe des Ausgabepreises noch am 1. Dezember. Die Zuteilung ist für den 7. Dezember vorgesehen, die Erstnotiz für den 15. Dezember. Weitere Informationen: interfoam.com.ua Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ukraine
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