| 19.06.2012, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Nach dem Trend zu immer größeren Gummi-Formteilen wie Statorhülsen für Exzenter-Schneckenpumpen mit bis zu 100 kg Gewicht, wächst nun auch das Produktsegment der Klein- und Kleinststeile aus Gummi und anderen Elastomeren. Für die Größenordnung stellt LWB Steinl zur DKT 2012 die Spritzgießmaschine Microclass HCQ 100/6 vor. Es handelt sich um eine Horizontalmaschine mit quer liegender C-Rahmen Schließeinheit mit 100 kN Schließkraft und präziser Plastifizier-Spritzeinheit mit 14 mm Schneckendurchmesser und 6 cm³ Hubvolumen. Erreicht werden laut Anbieter ±0,005 Gramm Toleranz beim Spritzgewicht. Die Spritzeinheit ist für die Verarbeitung von Gummi-Streifen bis 4x8 mm oder Schnüren mit 6 mm Durchmesser ausgelegt, kann aber auch mit einer Stopfeinheit für Festsilikone ausgerüstet werden. In Kombination mit einem Nadelverschluss-Kaltkanal ist es möglich, nacharbeitsfreie Artikel wirtschaftlich herzustellen. Da die Schließeinheit auf der holmlosen C-Baureihe aufbaut, sind gute Voraussetzungen für den Anbau von Automatisierungseinrichtungen gegeben. Bei der Konzeption der Maschine sei auf Kompaktheit geachtet worden: In der Aufstellfläche von rund einem Quadratmeter seien die Maschine und zwei Temperiergeräte enthalten. Flexibilität als Maschinenkonzept Ein weiteres Exponat zur Messe, die vertikale, holmlose C-Rahmen-Maschine VCRS 500/80 TPE Comp, sei bei gleichen Leistungsdaten wie die Standardbaureihe und mit einer energiesparenden Servohydraulik ausgestattet, hinsichtlich elektrischer und sicherheitstechnischer Grundausstattung so konzipiert, dass sie nahezu allen weltweit gültigen Standards genüge und nicht umgerüstet werden müsse. Außerdem enthalte der Standardumfang alle Anbauschnittstellen für den gesamten Optionsumfang. Somit sei die Vor-Ort-Nach- oder Umrüstungen komplikationslos möglich, beispielsweise der Wechsel von Gummi- zu TPE-Spritzaggregat, der Nachbau von Kernhebern oben und/oder unten, eines Schiebetisches, oder eines Zentralauswerfers. Diese Konzeption soll die einfache Erweiterung des Maschinenparks innerhalb des Unternehmens, auch auf internationaler Ebene, erleichtern. Energiespar-Kombi Spritzsystem und Kaltkanal Das von LWB Steinl entwickelte EFE Spritzsystem soll in engen Grenzen reproduzierbar Scherenergie zur homogenen Durchwärmung der Gummimischung unmittelbar vor dem Einspritzen in die Formkavität nutzen. In Kombination mit der Multipunkt-Regelung ACC (Adaptive Cure Control) werden, so der Anbieter, Veränderungen der Rahmenbedingungen wie der Mischungsqualität oder der Bedienzeit berücksichtigt. Mit diesem System lassen sich demnach bei einem breiten Mischungsspektrum vor allem für dickwandige Formteile Heizzeitverkürzungen von 30 bis 50 Prozent ohne Abstriche bei der Produktqualität erreichen. Da die Massetemperatur nicht erst in der Form, sondern schon im Einspritzylinder in die Nähe der Vulkanisationstemperatur gebracht wird, spielt die EFE-Plastifizierung ihr Potenzial vor allem in Kombination mit einem konventionellen Angusssystem aus. Das angusslose Spritzen in Kombination mit einem Kaltkanal erfordert jedoch eine Plastifiziertemperatur unterhalb der Reaktionstemperatur. Dennoch bringe die homogenere EFE-Plastifizierung und Durchwärmung der Gummimischung auch in diesem Fall bemerkenswerte Zykluszeitvorteile, beispielsweise bei peroxidisch vernetzenden EPDM-Mischungen zwischen 10 und 30 Prozent. Ein derartiges System soll während der DKT auf einer Vertikalmaschine demonstriert werden. Zusätzlich zur EFE / Kaltkanal-Kombination ist die Maschine mit allen derzeit verfügbaren Energiesparmodulen wie Servohydraulikantriebe und Isolationen auf Heizplatten und Werkzeug ausgestattet. Produziert werden runde Dickwand-Probekörper (Ø 87 x 72 mm) mit einem 4-fach-Werkzeug. Weitere Informationen: www.lwb-steinl.de DKT 2012, 2.-5.7.2012, Nürnberg |
LWB-Steinl GmbH & Co KG, Altdorf
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