| 18.07.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Rehau Automotive Kft, Tochter des deutschen Kunststofftechnologiekonzerns Rehau, hat im Industriepark der westungarischen Stadt Győr den Grundstein für ihr neues Stoßfänger-Werk gelegt. Medienberichten zufolge sollen im künftigen Werk ab 2013 Stoßfänger für drei Pkw-Modelle des deutschen Autobauers Audi, gefertigt werden, der in Győr derzeit ein vollwertiges Automobilwerk errichtet. Nach Angaben des Unternehmens entsteht der Fertigungsstandort mit einer Fläche von über 26.000 m² in unmittelbarer Nähe des Audi-Werks und soll voraussichtlich bis zu 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Der Bau des Werks ist die erste Phase der Entwicklungen, deren Gesamtkosten Rehau mit über 60 Mio. EUR beziffert. Die Finanzierung des Projekts wird mit einer Subvention der EU und des ungarischen Staates in Höhe von 985 Mio. HUF (3,42 Mio. EUR) gefördert. Im künftigen Werk können laut Rehau jährlich bis zu 500.000 vordere und hintere Stoßfänger produziert werden. Rehau montiert für Audi am Standort Győr bereits seit 2005 im 3-Schicht-Betrieb Stoßfänger-Varianten für verschiedene Modelle und liefert sie im Rahmen einer bedarfssynchronen Belieferung (just-in-time supply) direkt ans Band des Automobilherstellers. Pläne zum Bau eines neuen Produktionswerks in Ungarn gab das Unternehmen im Februar bekannt und begründete den Schritt mit der Notwendigkeit von Zusatzkapazitäten in der Bearbeitung von Aufträgen im Zusammenhang der Stoßfängersysteme für die neuen Audi-Modelle TT und Q7. Künftig sollen nämlich die vorderen und hinteren Stoßfängersysteme der beiden Modelle, die bisher im niederbayerischen Viechtach produziert wurden, vor der lokalen Endmontage in Győr spritzgegossen und lackiert werden. Bislang sind für Rehau in Ungarn mehr als 40 Mitarbeiter tätig, neben einem Logistikzentrum in Győr überwiegend im Verkaufsbüro Budapest, wo das Unternehmen vor allem energieeffiziente Systemlösungen aus dem Baubereich und Designkomponenten für die Möbelindustrie vertreibt. Rehau ist in Ungarn seit über 20 Jahren aktiv und will nun mit ihrer ersten Produktionsstätte in dem Land ihre weltweiten Fertigungskapazitäten für den Bereich Automotive auf insgesamt 15 Standorte erweitern. Die 1948 gegründete Rehau mit Stammsitz in Rehau/Oberfranken ist ein im Familienbesitz befindlicher Polymerverarbeiter, der in den Geschäftsfeldern Bau, Automotive und Industrie tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 15.000 Mitarbeiter an über 170 Standorten in 54 Ländern weltweit. Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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