| 03.08.2005 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes zieht Bilanz Die 1993 begonnene Neuorientierung der Abfallwirtschaft in Deutschland ist nicht nur gut für die Umwelt. Sie hat auch positive wirtschaftliche Effekte. Seit 1993 wurden 20 Milliarden Euro für moderne Anlagen zur Abfallbehandlung und -verwertung investiert. Zudem entstanden bis zu 15.000 feste Arbeitsplätze. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA, www.umweltbundesamt.de) durch die Prognos AG Berlin erstellte Untersuchung. Die Frage an die Forscher lautete: Welche Wirkungen haben die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) und die Abfallablagerungsverordnung (AbfAblV) seit 1993 – dem Jahr der Verabschiedung der TASi – ausgelöst? Das Ablagerungsverbot für unvorbehandelte Siedlungsabfälle und vor allem die hohen technische Anforderungen an den Bau und den Betrieb von Deponien in der TASi machten ganz erhebliche Investitionen in Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen sowie in den Abschluss und die Nachrüstung von Deponien notwendig. Verbunden mit dem Bau und dem Betrieb der Anlagen entstanden sowohl dauerhafte als auch befristete Arbeitsplätze. Mit den seit 1993 getätigten Investitionen ist es gelungen, die Abfallbehandlungskapazität um rund 14 Millionen (Mio.) Jahrestonnen zu erweitern. Zudem wurden Anlagen zur Verwertung von Bioabfällen und Ersatzbrennstoffen im Umfang von 12,5 Mio. Jahrestonnen geschaffen. Zusätzlich ließ die Abfallwirtschaft 320 Hausmülldeponien nachrüsten, um dem technischen Standard der neuen rechtlichen Regelungen zu genügen. Darüber hinaus führten Maßnahmen an 515 Hausmülldeponien zum ordnungsgemäßen Abschluss der Deponien, damit keine umweltschädlichen Stoffe mehr in Oberflächengewässer oder das Grundwasser gelangen können und das klimawirksame Deponiegas soweit wie möglich erfasst und verwertet wird. Die gemachten und noch zu tätigenden Investitionen schätzt Prognos auf 19,4 bis 20,0 Milliarden (Mrd.) Euro. 7,4 bis 7,5 Mrd. Euro wurden in den Neubau und die Erweiterung von Abfallbehandlungsanlagen (Müllverbrennungsanlagen, Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungs- und -stabilisierungsanlagen sowie Umladestationen) investiert; 2,9 bis 3,4 Mrd. Euro flossen in Anlagen zur Verwertung von Bioabfällen und Ersatzbrennstoffen. Weitere 9,1 Mrd. Euro kosteten Nachrüstungs- und Abschlussmaßnahmen an Hausmülldeponien. Die Investitionen in Abfallbehandlungs- und Verwertungsanlagen führten zu etwa 17.250 bis 21.200 neuen Dauerarbeitsplätzen. Hierbei werden direkte und indirekte Dauerarbeitsplätze unterschieden: Direkte entstehen in der abfallwirtschaftlichen Anlage selbst, indirekte in anderen Wirtschaftsbereichen, verursacht durch die abfallwirtschaftliche Anlage. So sind etwa 7.000 bis 7.850 direkte sowie etwa 10.250 bis 13.350 indirekte Arbeitsplätze entstanden. Weitere 15.500 befristete Arbeitsplätze bestanden kurzfristig während der Planung und Errichtung der Anlagen. Mit Schließung von Deponien seit 1993 sowie durch Betriebsumstellungen nach dem 1. Juni 2005 gehen im Bereich der Deponien insgesamt etwa 6.350 Arbeitsplätze verloren. Die notwendigen Baumaßnahmen führen dabei zu etwa 3.000 temporären Arbeitsplätzen. Netto haben die durch TASi und Abfallablagerungsverordnung ausgelösten Maßnahmen also zu etwa 10.900 bis 14.850 Dauerarbeitsplätzen geführt. Weiterhin sind durch Planungs- und Baumaßnahmen etwa 18.500 temporäre Arbeitsplätze entstanden. Die Studie ist im Internetangebot des Umweltbundesamtes abrufbar unter http://www.umweltbundesamt.org/fpdf-l/2909.pdf |
Umweltbundesamt, Berlin
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