| 05.10.2012, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Werkstoff Kunststoff hat im modernen Bauwesen längst einen hohen Stellenwert erlangt. Durch seine innovativen Möglichkeiten bietet er großes Potenzial, die hohen ökonomischen und ökologischen Anforderungen zu erfüllen. Bereits rund ein Viertel des bundesweit verbrauchten Kunststoffs wird im Hoch- und Tiefbau eingesetzt. Viele traditionelle Werkstoffe werden häufig durch Kunststoffe modifiziert oder komplett substituiert. So sieht sich das Bau- und Ausbau-Handwerk mit neuen Werkstoffen konfrontiert, die fachgerecht verarbeitet werden müssen. Auch bei der Prävention und Behebung von Feuchteschäden an Gebäuden werden Kunststoffe wie Epoxidharze, Polyurethane oder Silikone eingesetzt. Der neue Leitfaden „Vermeidung und Behebung von Feuchteschäden im Bauwesen“, herausgegeben vom Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen, gibt einen Überblick über verschiedene Anwendungen dieser innovativen Materialien. Der erste Teil des Leitfadens gibt eine grundlegende Einführung in die Eigenschaften verschiedener Kunststoffarten. Der zweite Teil beschreibt den Einsatz dieser Kunststoffe bei Wasserschäden an Gebäuden. Es werden zur Prävention bzw. zur Sanierung von Wasserschäden mithilfe von Kunststoffen Verfahren wie die Rissverpressung, die Hydrophobierung und das Einbringen nachträglicher Horizontalsperren vorgestellt. Der dritte Teil des Leitfadens behandelt den Einsatz von Dichtstoffen auf Silikon- und Polyurethanbasis als Bauwerksfugen und Anschlussfugen. Hier ist besonders auf eine fachgerechte Fugendimensionierung zu achten. Siebter Leitfaden im Projekt PLENET NRW Der Leitfaden wurde von der Abteilung Aus- und Weiterbildung des IKV innerhalb des Projekts PLENET NRW erstellt. Er ist der siebte einer Reihe. Bereits erschienen sind die Leitfäden „Kunststoffrohrleitungssysteme in der Haustechnik“, „Be- und Verarbeitung von transparenten Kunststoffen und Mineralwerkstoffen“, „Kleben im Metallhandwerk“, „Faserverbundkunststoffe“, „Einsatz von Kunststoffrohren in der Geothermie“ und „Kunststoffanwendungen im Zweiradmechaniker-Handwerk“. Ein weiterer Leitfaden zum Thema Kanalsanierung soll folgen. Die Leitfäden können unter www.plenet-nrw.de im Downloadbereich kostenlos heruntergeladen werden. Das Projekt bietet darüber hinaus zu den genannten Themen Workshops an. Über das „Plastics Education Network NRW“ PLENET NRW steht für „Plastics Education Network NRW“. Dies ist ein Netzwerk, in dem sich das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen mit qualifizierten Bildungseinrichtungen, Organisationen, Fachverbänden sowie maßgeblichen Unternehmen aus der Kunststoffindustrie vernetzt hat. Ziel des Netzwerks ist es, Handwerksbetrieben und kleinen und mittelständischen Unternehmen Zugang zu aktuellen Informationen zur Be- und Verarbeitung von Kunststoffen zu eröffnen und ihnen somit die Erschließung neuer Betätigungsfelder zu ermöglichen. Das Projekt wird durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Ziel 2-Programms und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE) gefördert. Weitere Informationen: www.ikv-aachen.de |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
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