| 01.02.2013, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Thema Energieeffizienz hat die Kunststoff- und Gummimaschinenindustrie schon lange erreicht. Neuen Anschub erhält das Thema durch die EU-Ökodesign-Richtlinie und nicht zuletzt durch Kundenforderungen nach transparenten und vergleichbaren Energieverbrauchswerten. Die bisherige EUROMAP 60 zur Energieverbrauchsermittlung bei Spritzgießmaschinen war bereits ein wichtiger Schritt hin zur offenen Auseinandersetzung mit der Materie, brachte trotz hohem Messaufwand aber nicht die gewünschte Vergleichbarkeit. Grund hierfür war auch die unzureichende Festlegung der Messparameter. Die Empfehlung wurde nun deshalb grundlegend überarbeitet. Um den Forderungen nach vergleichbaren Messergebnissen auf der einen und der Variabilität der Maschinen auf der anderen Seite gerecht zu werden, wurde die Empfehlung in die zwei Teile 60.1 und 60.2 aufgespalten, teilt EUROMAP - Technical Commission mit. Maschinenbezogener Verbrauch Mithilfe der neuen Version erhalten Kunden die Chance, Maschinen verschiedener Hersteller auf Basis einheitlicher Parameter zu vergleichen. Dazu wird eine Energieeffizienzklassifikation eingeführt, basierend auf zwei Testzyklen, die die Besonderheiten von schnell laufenden Maschinen und Kleinstmaschinen berücksichtigen. Wichtig hierbei ist, den Messaufwand für die Maschinenhersteller auf ein zumutbares Maß zu beschränken, ohne dass die Ergebnisse dabei an Aussagekraft verlieren. Die ermittelten Effizienzklassen dienen einem Benchmarking und ermöglichen eine Vorauswahl durch den Kunden. Nicht zuletzt können durch die einheitliche Klassifikation Effizienzsteigerungen, auch gegenüber der Politik, klar kommuniziert werden. Produktbezogener Verbrauch Neben der groben Klassifizierung der Spritzgießmaschinen bietet der zweite Teil der neuen Empfehlung die Möglichkeit, den produktbezogenen Energieverbrauch für die Herstellung einzelner Spritzgießteile nach Kundenvorgaben (mit spezifiziertem Material, Werkzeug und Maschinenausstattung) transparent zu machen. Die zentrale Kenngröße ist hier der spezifische Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Kilogramm verarbeiteter Kunststoff. Dazu wird eine Messmethode mit definierten Rahmenbedingungen und zusätzlich eine Vorlage zur Dokumentation der Ergebnisse zur Verfügung gestellt. Dadurch können Kunden den Energieverbrauch schon während der Angebotsphase in die Lebenszykluskostenberechnung der Maschine einkalkulieren. Spritzgießmaschinen als Anfang Derzeit arbeiten mehrere Expertengruppen an Empfehlungen zur Energiemessung bei Extrudern, Blasform- und Thermoformmaschinen. Eine einfache Übertragung der EUROMAP 60 auf diese Maschinen ist wegen der unterschiedlichen Prozesse nicht ohne Weiteres möglich. Aufgrund der positiven Erfahrungen bei Spritzgießmaschinen setzen sich Industrie und Verbände aber dafür ein, auch hier hochwertige Energiemessstandards zu entwickeln. Weitere Informationen: www.euromap.org |
EUROMAP - European Plastics and Rubber Machinery, Frankfurt am Main
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