| 26.10.2005 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Optische Fehler, sogenannte „Blackspecks“, lassen sich bei der Produktion von Kunststoffgranulaten nicht gänzlich vermeiden, können aber zu einem erheblichen Wertverlust führen. Bereits wenige verunreinigte Granulatkörner, die z.B. durch Düsenreißer, Oxidation oder Extruderabrieb entstehen, verursachen z.B. bei der Produktion von transparenten Folien, optischen Datenträgern und anderen hochwertigen Anwendungen oft fatale Produktionsfehler. Die Scan&Sort GmbH (www.scansort.de) aus Wedel bei Hamburg stellt Anlagen zur optischen Sortierung her, die in der Lage sind, selbst feinste Verunreinigungen von 0,1 x 0,1 mm Größe mit einer Reinheit von 99,998 Prozent auszusortieren und damit den Wert des Materials deutlich zu steigern. In diesen Anlagen wird der zu sortierende Materialstrom zunächst auf einem Förderband vereinzelt, so dass eine Monolage der Granulatkörner erzeugt wird. Das so vereinzelte Material wird am Ende des Bandes in einer parabelförmigen Flugbahn abgeworfen und passiert direkt danach hochauflösende Spezialkameras. Diese detektieren mit einer Auflösung von 16 Mio. Farben selbst geringste Farbabweichungen sowie Verunreinigungen in transparentem Material bis zu einer Größe von 100 µm. Auf diese Art detektierte Fehlteilchen werden von den insgesamt 256 Hochleistungsdüsen gezielt aus dem Materialstrom ausgeblasen. Die Reaktionszeit der Düsen beträgt dabei unter einer Millisekunde, wodurch sich eine Gesamtschusszahl von 4.000 Schüssen pro Sekunde realisieren lässt. Die Durchsatzleistung der Anlagen liegt in Abhängigkeit von Maschinenspezifikation, Material und Verunreinigungsgrad bei bis zu 2.500 kg/h. Die Anlagen eignen sich darüber hinaus z.B. auch für das Entfernen von Verunreinigungen, die bei Farbwechseln in der Silierung, durch Havarien oder durch sonstige Farbvermischungen entstehen. Ein weiterer Einsatzbereich ist die Produktüberwachung im Produktionsprozess. Dazu wird ein Teilstrom über die Detektionseinheit gefahren und dabei online in seiner Qualität überwacht. Die so gewonnen Daten werden ausgewertet und via SPS an eine übergeordnete Steuerung weitergeleitet. Dadurch entfällt eine permanente Probenahme aus dem Materialstrom. Die Anlagen werden vornehmlich in der kunststofferzeugenden Industrie eingesetzt. Darüber hinaus bieten sie kleineren und mittelständigen Kunststoffverarbeiter sowie Recyclern die Möglichkeit, preiswert eingekaufte Ware schonend und effizient aufzubereiten und aufzuwerten. Die Scan&Sort GmbH gehört zur CommoDaS-Holding, die seit vielen Jahren am Standort Wedel praxisrelevante Anwendungen im Bereich der optoelektronischen Erkennung und Separierung entwickelt. Zusammen mit dem anderen Unternehmen der Gruppe, der CommoDaS GmbH sowie der SSE GmbH, wurden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Anlagen für die verschiedensten Anwendungsfälle gefertigt und erfolgreich beim Endkunden in Betrieb genommen. |
Scan&Sort GmbH, Wedel
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