| 27.02.2014, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der deutsche Chemiekonzern BASF plant die Schließung seines Polyurethanwerks in Solymár nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest. Medienberichten zufolge soll die Fertigung am Standort der Tochtergesellschaft BASF Poliuretán Hungária bis zum Jahresende eingestellt werden. BASF begründete die Entscheidung mit Größenvorteilen, die man sich von einer Konzentration der zerstreuten Fertigungsstandorte erhofft. Aus ähnlichen Gründen wurde vor wenigen Monaten ein Werk in Schweden geschlossen. Laut Herbert Fisch, CEO von BASF Hungária Kft, vertreibt sein Unternehmen die Produkte von 13 Sparten des Mutterkonzerns in Ungarn, in erster Linie Pflanzenschutzmittel, Bauchemikalien, Lackiermittel für die Autoindustrie und Grundstoffe für die Kunststoff- und Arzneimittelindustrie sowie für Reinigungsmittel. Vor allem aufgrund der steigenden Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und der wachsenden Autoproduktion sei der Umsatz der beiden ungarischen BASF-Töchter im vergangenen Jahr um 16,8% auf 208 Mio. EUR gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklung, die sich nach den Hoffnungen von Fisch auch heuer fortsetzen wird, reicht weder die Nachfrage der drei in Ungarn ansässigen Autobauer und BASF-Kunden (Audi, Daimler und Suzuki), noch der Bedarf am gesamten regionalen Markt aus, um einen Chemie-Werkkomplex in Ungarn zu errichten. Zum einen benötige solch ein Werk einen riesigen Absatzmarkt, zum anderen würden in einem Chemiewerk ohnehin miteinander verbundene Produktgruppen hergestellt, weshalb der Bau eines Produktionswerks allein für Lackiermittel-Grundstoffe, wie es im Zusammenhang mit der Expansion der Autoindustrie in Ungarn ins Gespräch gebracht wurde, abwegig sei. Dennoch verfügten die Länder der Region über ein beachtliches Potenzial, das BASF im Auge behalten werde. Man sei bereit zu investieren, sobald Nachfrage für ein Produkt entsteht, das keine Großinvestition benötige. Die BASF Poliuretán Hungária wurde 1984 unter dem Namen Elastogran Kemipur Poliuretán System gegründet. Im Werk in Solymár werden mit 22 Mitarbeitern PU-Schaum und andere PU-Systeme hergestellt, die in mehreren Ländern der Region vertrieben werden, u.a. in Slowenien, Kroatien, Bosnien, Serbien, Bulgarien und Rumänien. Im vergangenen Jahr hatte der BASF-Konzern seine Einnahmen um knapp 3% auf 74 Mrd. EUR erhöht. Dabei wurde ein EBIT in Höhe von 7,2 Mrd. EUR und ein Nettogewinn von 4,8 Mrd. EUR erwirtschaftet. Bei ihren beiden Tochtergesellschaften in Ungarn beschäftigt BASF 117 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.basf.com, www.basf.hu Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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