| 13.03.2014, 10:41 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Der Automobilzulieferer Scherer & Trier mit Hauptsitz im oberfränkischen Michelau hat am 10.03.2014 einen Insolvenzantrag gestellt und soll über ein Insolvenzverfahren saniert werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das zuständige Amtsgericht Coburg Rechtsanwalt Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck und Partner. "Die Produktion wird auf dem derzeit hohen Niveau aufrecht erhalten, so dass der Geschäftsbetrieb nahtlos fortgeführt werden kann", betonten Exner und Geschäftsleitung. "Die Stabilität der Lieferkette zu den Automobilherstellern wird weiterhin vollumfänglich gewährleistet." In den nächsten Tagen werde sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein exaktes Bild von der wirtschaftlichen Lage machen und alle Sanierungsoptionen prüfen. Insolvenz angemeldet haben jeweils nur die deutschen Gesellschaften der Gruppe. Die beiden eigenständigen Gesellschaften in den USA und Mexiko seien nicht von der Insolvenz betroffen. Exner habe seit seiner Bestellung bereits direkten Kontakt mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten des Unternehmens aufgenommen. "Die Kunden und Lieferanten, mit denen ich bisher gesprochen habe, halten alle dem Unternehmen die Stange", betonte Exner. "Das ist ein wichtiges Signal und zeigt das Vertrauen in die Qualität und Leistungsfähigkeit von Scherer & Trier." Die Belegschaft sei ebenfalls zeitnah über die Situation informiert worden. Derzeit bestünden keine Lohnrückstände. Die Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate seien nebst den tariflichen Zulagen über das Insolvenzgeld in vollem Umfang abgesichert. "Scherer & Trier gehört zu den Technologieführern der Branche und hat langjährige und gute Kundenbeziehungen mit nahezu allen führenden Automobilherstellern", betonte der vorläufige Insolvenzverwalter. "Insofern sehe ich grundsätzlich gute Chancen für eine Sanierung." Scherer & Trier entwickelt und fertigt thermoplastische Formteile für die Automobilindustrie. Zu den Kunden zählen namhafte Automobilhersteller, wie u.a. BMW, Daimler, Porsche und der VW-Konzern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 2.300 Mitarbeiter, darunter rund 2.000 in Deutschland am Hauptsitz in Michelau. Daneben unterhält das Unternehmen Standorte in den USA und Mexiko. Der Umsatz der Scherer & Trier-Gruppe betrug im letzten Jahr rund 240 Mio. Euro. Das Unternehmen hatte trotz guter Auftragslage Insolvenz anmelden müssen, nachdem Gespräche über eine Anschlussfinanzierung gescheitert waren. Weitere Informationen: www.ra-dr-beck.de |
Kunststoff-Technik Scherer & Trier GmbH & CO KG, Michelau
» insgesamt 2 News über "Scherer & Trier " im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
Infinex Group: Ausbau der Führungsstruktur - Erweiterung der Geschäftsleitung
Meist gelesen, 10 Tage
Barnes-Molding-Solutions: Bündelung der Spritzgießkompetenzen unter neuem Namen „Spectrix“
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
Grafe: Modernisierung des Technikums in Blankenhain - Drei neue Spritzgussmaschinen von Arburg
Infinex Group: Ausbau der Führungsstruktur - Erweiterung der Geschäftsleitung
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
Ypsomed: Neuen Werkzeugbau in Solothurn eröffnet- Ausbau der Produktionskapazitäten
Meist gelesen, 30 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Moretto: Peripheriespezialist startet europäische Roadshow für Kunststoffverarbeiter
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Meist gelesen, 90 Tage
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Wittmann Battenfeld Deutschland: Staatspreis für Ausbildungsleistung
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|