| 22.05.2014, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Der italienische Kunststoff-Recycling-Markt boomt. So ist die Sammlung von Kunststoffmüll in Italien laut dem Fachverband Corepla im vergangenen Jahr trotz anhaltender Wirtschaftskrise und weiterer Konsumrückgänge um elf Prozent auf 768.000 Tonnen gestiegen. Damit hat sich der landesweite Mittelwert von 11,6 auf 12,9 Kilogramm je Einwohner verbessert. Umwandlung in billigen Strom Die für das Kunststoff-Recycling zuständige Branche umfasst in Italien rund 300 Firmen mit über 2.000 Beschäftigten. "Durch die thermische Verwertung von Altkunststoffen sind im vergangenen Jahr mehr als sieben Mrd. Kilowattstunden an elektrischem Strom erzeugt worden", so Corepla-Vorsitzender Giorgio Quaglinolo. Gleichzeitig seien 105,7 Mio. Tonnen an Sekundärwertstoffen entstanden und 22 Mio. Kubikmeter Müll weniger auf Deponien gelandet. Von den Sammeldienstleistern erreicht werden rund 57 Mio. Einwohner in 7.325 Gemeinden des südeuropäischen Landes. Das entspricht in etwa 96 Prozent der Wohnbevölkerung. Am fleißigsten beteiligten sich die Regionen Venetien mit 20,1 Kilogramm und die Lombardei mit 16,3 Kilogramm, gefolgt von der Region Marken mit 16,2 Kilogramm und Piemont mit 16,0 Kilogrammm pro Kopf und Jahr. 800.000 Tonnen an CO2 gespart Bei einem Gesamtverbrauch von 2,04 Mio. Tonnen Kunststoffverpackungen entfielen 2013 rund 51 Prozent auf feste Packstoffe, 41 Prozent auf flexible Verpackungen und acht Prozent auf Schutzfolien. Als am meisten verwendete Kunststoffsorten erwiesen sich Polyethylen, PET und Polypropylen. Mithilfe der getrennten Müllsammlung durch Privathaushalte wurden 430.000 Tonnen recycelt, während die restlichen 360.000 Tonnen aus Industrie- und Handelsbetrieben stammten. Nur zwei Prozent des Jahresaufkommens landete in der Deponie. Positiv ist auch der Beitrag zur Umweltbilanz: Es konnten mehr als 800.000 Tonnen an CO2-Emissionen und somit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr eingespart werden. "Das enstpricht immerhin dem jährlichen CO2-Ausstoß von 505.000 Fahrzeugen", so Quaglinolo. Allerdings müssten sich die bei der getrennten Müllsammlung immer noch rückständigen Südregionen künftig mehr engagieren. Weitere Informationen: www.corepla.it Quelle: pte/Harald Jung, www.pressetext.com |
Chemie- und Kunststoffbranche, Italien
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Meist gelesen, 10 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|